Sommersemester 2013

Sommersemester 2013

Religionswissenschaftliches Institut

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Theologische Fakultät

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Institut für Kulturwissenschaften


Tom Kaden

Kreationismus und Antikreationismus in den Vereinigten Staaten (S)

Mo, 13:00 – 15:00 c.t. SG S 1-05

Beginn 08.04.2013

Allenthalben tauchen aus den Vereinigten Staaten Berichte über die Behandlung von

„Schöpfungswissenschaft‚ im Biologieunterricht an öffentlichen Schulen in den USA auf, über

„Museen‚, in denen die Arche Noah mit Dinosauriern an Bord als historisches Objekt bestaunt

werden können, und über (eigentlich immer republikanische) Präsidentschaftskandidaten, die der

Ansicht sind, „Intelligent Design‚ sei eine wissenschaftliche Alternative zum Darwinismus.

Die verschiedenen Formen religiöser Ablehnung der Evolutionstheorie und die Entwürfe

kreationistischer Alternativen muten aus europäischer Perspektive oftmals erstaunlich an. Eine

genauere Betrachtung der Situation in den USA offenbart, dass eine Reihe professioneller

kreationistischer und antikreationistischer Organisationen miteinander in einem vielschichtigen

Wettstreit stehen. Im Seminar sollen die verschiedenen Positionen dieses Konflikts anhand

eingehender Quellenanalyse herausgearbeitet und die Geschichte der Auseinandersetzung mit

sozialwissenschaftlichen Mitteln nachvollzogen werden. Hierzu sind gute Englischkenntnisse

erforderlich.

 

Gert Pickel/ Klaus Fitschen

Die Polen und ihre Religion – Zwischen Säkularisierung und nationaler Kultur? (S)

Mo, 15:00 – 17:00 c.t. Raum wird noch bekannt gegeben

Beginn 15.04.2013

Prüfungsvorleistung Referat

Prüfungsleistung Schriftliche Ausarbeitung des Referats

Bei der Betrachtung gegenwärtiger Religiosität wird immer wieder auf Aspekte der kulturellen

Verankerung von Religionen verwiesen. Gerne wird an dieser Stelle auf Polen und seine hohe

Religiosität sowie besondere Geschichte verwiesen. Anders aber als gut messbare Aspekte der

Kirchlichkeit und über Interviewmethoden ermittelbare Einblicke in Facetten subjektiver Religiosität,

erschließen sich sowohl religiöse Erfahrungen als auch die historisch tief reichenden Verankerungen

von Religionen und daraus resultierenden kulturellen Orte oft nur aus der eigenen Beobachtung.

Dieser persönliche Zugang soll im Seminar durch eine Exkursion ermöglicht werden. Als Ziel ist

Krakau (Polen) vorgesehen, da dort die Möglichkeit besteht anhand des Besuchs verschiedener –

ganz unterschiedlicher – Erinnerungsorte einen Einblick in die frühere jüdische Kultur Europas, des

Katholizismus und auf eine spezielle sozialistische Entwicklung des Verhältnisses von Politik und

Religion zu werfen. Dies inkludiert eine Beschäftigung mit der Verbindung zwischen der polnischen

Nationalkultur und Religion. Die Modalitäten des Seminars und der Exkursion werden zu Beginn des

Semesters abgesprochen.

 

Andrea Kern

Kant: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (S)

Mi 11-13 c. t. GWZ 5015

Beginn: 10.04.2013

Welches Verhältnis besteht zwischen Moral und Religion? Kann die Religion irgendeine Rolle für unser

moralisches Selbstverständnis haben, wenn wir annehmen, daß das Moralgesetz, dem wir unterworfen

sind, kein anderes als das Gesetz unserer Freiheit ist? Kant ist der Meinung, daß der religiöse Glaube

die Moral zwar nicht begründen kann, doch gleichwohl ein notwendiges Element ihrer Verwirklichung

darstellt. Vernunftmoral und religiöser Glaube schließen einander nicht aus, sondern vielmehr ein.

Welche Rolle spielt dabei die Annahme, der Mensch sei von Natur aus „gut“ und/oder „böse“? Wir

wollen diese und verwandte Fragen in dem Seminar untersuchen, indem wir insbesondere Kants

Religionsschrift lesen, doch werden wir auch Abschnitte aus seinen moralphilosophischen Arbeiten

studieren (Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre,

Kritik der praktischen Vernunft).

Literatur: I. Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (verschiedene Ausgaben).

 

Thomas Wendt

Von der Metaphysik zur Wissenschaft vom Glauben (S)

Mi 9-11 c. t. SG 414

Beginn: 10.04.2013

Das Seminar macht seine Teilnehmer mit wesentlichen Entwicklungsetappen des abendländischen,

neuzeitlichen Philosophiebegriffs vertraut. Dessen Geschichte wird als der theoretische Kampf um eine

wissenschaftliche Metaphysik interpretiert. Umfangreiche und nicht nach dem ersten Lesen sofort zu verstehende Literatur werden wir im Seminar

diskutieren. Deshalb werden Lesebereitschaft, Leistungswille und Lernbereitschaft der Teilnehmer

vorausgesetzt. Die zum Seminar, das teilweise Vorlesungscharakter tragen wird, ergänzend stattfindende Übung

wendet sich einzelnen Vertreter der Metaphysik (Aristoteles, Thomas) zu und trägt so dazu bei, die

theoretischen Probleme um die soziale Erscheinung Metaphysik eingehender zu studieren.


Institut für Theaterwissenschaft


Dr. Anke Charton; Charlotte Gschwandtner, M.A.; Maria Koch, MA; Ingo Rekatzky, M.A.

Mit Gastvorträgen von Ronja Flick und Ulrike Kahl

The original Fat Lady presents: One Ring To Rule Them All": Nibelungen-Mythos, Wagners "Ring" und die Folgen (S)

Mo (!) 19.00-20.30 Hörsaal, Ritterstraße 16 (ggf. Termine geblockt)

Anlässlich des Wagner-Jubiläums setzt sich die Seminarreihe zur aktuellen Musiktheaterpraxis mit Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ sowie dessen Einfluss auf die Rezeptions- und Adaptionsgeschichte des Nibelungenmythos auseinander. Neben Probenbesuchen und Werkstattgesprächen zu aktuellen „Ring“-Arbeiten im klassischen Musik- und Tanztheater (schwerpunktmäßig Oper Leipzig „Das Rheingold“ (Inszenierung: Rosamund Gilmore), „Das Nibelungenlied“ (Choreographie: Mario Schröder)) sind auch Reflexe in der Populärkultur eine zentrale Fragestellung des Seminars. Die Möglichkeit gemeinsamer Exkursionen zu Ringmythos-Adaptionen oder zu wissenschaftlichen Veranstaltungen (104. Internationaler Richard Wagner-Kongress, Leipzig) ist ebenso integraler Bestandteil des Seminars wie die Gelegenheit, bei SommerFestspielen im Grünen Hörsaal Bayreuther Bräuche und ‚Wagnerwahn' gemeinsam zu reflektieren. Neben Fragestellungen zu Leben und Werk Richard Wagners und dessen zeitgeschichtlicher Verortung sollen in der Lehrveranstaltung v. a. Kompetenzen an der Schnittstelle von (Theater)Wissenschaft und Theaterpraxis vermittelt werden. Die Seminarteilnehmer werden deshalb – parallel zur Begleitung von Probenprozessen und Gesprächsrunden mit Theaterschaffenden – als Prüfungsleistung eigene Beiträge erarbeiten und öffentlich präsentieren.


Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften

Katharina Kiehnle, Vincent Eltschinger

Einführung in den Hinduismus (V, S)

Mo    15:15 – 16:45, HS 7, Do    15:15 – 16:45, HS 7

http://www.gko.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/indologie/pdf/vorlesungsverz_ba_ss/SS2013_Hinduismus.pdf

 

Sadanada Das

Sanskrit: Philosophische und religiöse Texte (S)

(Fortsetzung im WS 2013/14)

Mi    13:00 – 14:30    Das          Schiller                M-103

Mi    15:00 - 16:30    Das          Schiller                M-103

Historisches Seminar

Enno Bünz

Kirche und Gesellschaft im Mittelalter (V)

Di, 11.15-12.45 Uhr, Beginn: 16. April 2013, HSG, HS 12

Im Mittelalter waren Kirche und Welt untrennbar verflochten. Die Vorlesung wird in

mitteleuropäischer Perspektive Grundfragen des kirchlichen Lebens aus geschichtswissenschaftlicher

Perspektive beleuchten: Grundlagen des christlichen Glaubens, Christianisierung, Päpste und Papsttum,

Erzbischöfe und Bischöfe, geistliche Gemeinschaften (Kloster und Stift), Niederkirchenwesen (Pfarrei),

Frömmigkeit (Stiftungen, Bruderschaften, Ablässe und Heiligenverehrung, Wallfahrten), Armut und

Caritas.

Literatur: Werminghoff, Albert, Verfassungsgeschichte der deutschen Kirche im Mittelalter (Grundriss

der Geschichtswissenschaft, 2,6), Aalen 1991 (Nachdruck der 2. Aufl. Leipzig usw. 1913); Borgolte,

Michael, Die mittelalterliche Kirche (Enzyklopädie deutscher Geschichte, 17), München 1992;

Angenendt, Arnold, Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 1997; Boockmann, Hartmut/

Dormeier, Heinrich, Konzilien, Kirchen- und Reichsreform (1410 - 1495) (Gebhardt Handbuch der

deutschen Geschichte, 8), 10. Auflage, Stuttgart 2005.

 

Matthias Hardt

Die Christianisierung Ostmitteleuropas (S)

Mo, 15.15-16.45 Uhr (2 SWS) Beginn: 08. April 2013

GWZO, Specks Hof, Reichsstraße 4–6, 4. OG, Konferenzraum

 

Beschreibung: Zwischen dem 9. und dem 14. Jahrhundert nahmen die Fürstenherrschaften

Ostmitteleuropas auf unterschiedliche Weise das Christentum an und erleichterten so ihre Annäherung

an das ostfränkisch-deutsche Reich im Westen und das byzantinische Reich im Südosten. Im Seminar

sollen Mission, militärische Eroberung, gentilreligiöse Reaktionen und Kirchenorganisation und somit

Grundlagen, differenzierte Einflüsse, Verläufe und Ergebnisse des Christianisierungsprozesses anhand

ausgewählter Quellen untersucht und diskutiert werden.

Literatur: Lübke, Christian, Das östliche Europa (Die Deutschen und das europäische Mittelalter, 2),

Berlin 2004; Europas Mitte um 1000. 3 Bände Ausstellungskatalog. hrsg. von Alfried Wieczorek und

Hans-Martin Hinz, Darmstadt 2000; Petersohn, Jürgen, Der südliche Ostseeraum im kirchlich-politischen

Kräftespiel des Reichs, Polens und Dänemarks vom 10. bis 13. Jahrhundert (Ostmitteleuropa in

Vergangenheit und Gegenwart, 17), Köln/Wien 1979.

 

Sabine Tanz

Menschen um Jeanne d Arc (1412-1431). Mentalitäts – und sozialgeschichtliche  Aspekte der Jeanne d Arc-Quellen. (Ü)

Mo, 17.15-18.45 Uhr, GWZ 4.216

Im Mittelpunkt der Übung steht die Fragestellung, ob und inwiefern die Quellen über  die sog. „Jungfrau von Orléans“,die am besten dokumentarisch belegte Persönlichkeit des

15. Jahrhunderts, dazu beitragen können, unsere Kenntnisse über Mentalität, Religiosität und Spiritualität mittelalterlicher Menschen in Krisenzeiten zu vertiefen.

 

Klaus Grabenhorst

Das Entstehen von Überlieferung im Vergleich: Quellen zur Geschichte hoch- und spätmittelalterlicher Bischöfe (Ü)

Mi, 17.15-18.45 Uhr, GWZ 3.215

 

Bischöfe sind wesentliche Träger der hoch-und spätmittelalterlichen Politik in Europa.

 

In der Übung sollen sie aus der Perspektive unterschiedlicher Quellengenres betrachtet werden (Viten,

 

Chroniken, Urkunden, Briefe etc.). Dabei wird es darum gehen, die Spannung zwischen Vita Activa

 

und Vita Contemplativa herauszuarbeiten. Wünschenswerte Voraussetzungen für die Teilnahme an der Übung sind Grundkenntnisse der lateinischen Grammatik auf Caesar-Niveau.

 

Literatur: Wird bei Veranstaltungsbeginn bekanntgegeben.

 

Enno Bünz

Kirche und Gesellschaft im Mittelalter (V)

Di, 11.15-12.45 Uhr (2 SWS) Beginn: 16. April 2013, HSG, HS 12

 

Im Mittelalter waren Kirche und Welt untrennbar verflochten. Die Vorlesung wird in

mitteleuropäischer Perspektive Grundfragen des kirchlichen Lebens aus geschichtswissenschaftlicher

Perspektive beleuchten: Grundlagen des christlichen Glaubens, Christianisierung, Päpste und Papsttum,

Erzbischöfe und Bischöfe, geistliche Gemeinschaften (Kloster und Stift), Niederkirchenwesen (Pfarrei),

Frömmigkeit (Stiftungen, Bruderschaften, Ablässe und Heiligenverehrung, Wallfahrten), Armut und

Caritas.

Literatur: Werminghoff, Albert, Verfassungsgeschichte der deutschen Kirche im Mittelalter (Grundriss

der Geschichtswissenschaft, 2,6), Aalen 1991 (Nachdruck der 2. Aufl. Leipzig usw. 1913); Borgolte,

Michael, Die mittelalterliche Kirche (Enzyklopädie deutscher Geschichte, 17), München 1992;

Angenendt, Arnold, Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 1997; Boockmann, Hartmut/

Dormeier, Heinrich, Konzilien, Kirchen- und Reichsreform (1410 - 1495) (Gebhardt Handbuch der

deutschen Geschichte, 8), 10. Auflage, Stuttgart 2005.

 

Enno Bünz

„Neun Teufel, die den Pfarrer quälen“. Kirchlicher Alltag im späten Mittelalter (S)

Do, 11.15-12.45 Uhr (2 SWS) Beginn: 18. April 2013, GWZ 5.216

 

Die Pfarrei ist eine der wenigen Institutionen des Mittelalters, die bis heute als Orte

des Gottesdienstes und der Seelsorge ihre ursprüngliche Funktion erfüllen. Die Pfarrei ist aber nicht nur

in geistlicher Hinsicht eine Institution von langer Dauer, sondern sie war im Mittelalter und in der frühen

Neuzeit die engste Berührungszone zwischen Kirche und Welt. In den letzten beiden Jahrzehnten hat

sich vor allem die deutsche Mittelalter- und Landesgeschichtsforschung intensiv mit der Pfarrei als

Institution, den Pfarrgeistlichen und den Laien in ihren Beziehungen zur lokalen Kirche beschäftigt. Der

„Brief vom Elend der Pfarrer“, eine satirische Schrift, die 1489 in Leipzig gedruckt worden ist, schildert

den mühsamen Alltag des Pfarrers, der dauernd von neun Teufeln gequält wird, zu denen der

Diözesanbischof, aber auch die Pfarrhaushälterin und der Bauer gehören. Ausgehend von dieser

merkwürdigen satirischen Schrift soll die Pfarrei in ihren alltäglichen Lebenszusammenhängen betrachtet

werden.

Literatur: Petke, Wolfgang, Die Pfarrei. Ein Institut von langer Dauer als Forschungsaufgabe, in:

Klerus, Kirche, Frömmigkeit im mittelalterlichen Schleswig-Holstein, hrsg. von Enno Bünz und KlausJoach

im Lorenzen-Schmidt (Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins, 41),

Neumünster 2006, S. 17-49, Bünz, Enno, „Die Kirche im Dorf lassen ...“. Formen der Kommunikation

im spätmittelalterlichen Niederkirchenwesen, in: Kommunikation in der ländlichen Gesellschaft vom

Mittelalter bis zur Moderne, hrsg. von Werner Rösener (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für

Geschichte, 156), Göttingen 2000, S. 77-167; Die Pfarrei im späten Mittelalter, hrsg. von Enno Bünz

und Gerhard Fouquet (Vorträge und Forschungen, hrsg. vom Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche

Geschichte 77), Ostfildern 2013.

 

Thomas Töpfer

Stadt und Reformation – Reformation und städtische Gesellschaft

Mo 17.15-18.45 Uhr (2 SWS) Beginn: 15. April 2013, GWZ 5.216

 

Die frühe reformatorische Bewegung war zunächst ein städtisches Phänomen. Zentren

waren neben den Wirkungsorten der Reformatoren (Wittenberg, Zürich) nicht nur die bedeutenden

oberdeutschen Reichsstädte (Nürnberg, Augsburg, Straßburg) sondern auch die wichtigen autonomen

Städte Mittel- und Norddeutschlands wie Erfurt und Magdeburg. Bei der Verbreitung der Reformation in

den später evangelischen Territorien kam den Städten eine große Bedeutung zu, weil hier die religiösen

und sozialen Folgen der neuen Theologie besonders spürbar wurden und bewältigt werden mussten. Das

Seminar behandelt sowohl den Typ der oberdeutschen Stadtreformation als auch die Verbreitung der

neuen Lehre in den nord- und mitteldeutschen Residenz- bzw. Landstädten. Es fragt nach der spezifischen

Affinität der Städte zur Reformation sowie deren sozial- und bildungsgeschichtlichen Voraussetzungen.

Anhand ausgewählter Fallbeispiele werden die Verlaufsformen der reformatorischen Umgestaltungen

herausgearbeitet und die sozialgeschichtlichen Folgen (Armenfürsorge, Bildungswesen) sowie die

Bedeutung dieses religiösen und gesellschaftlichen Umbruchs für das städtische Autonomiestreben

beleuchtet. Das Seminar ist mit einer Exkursion nach Torgau verknüpft (s. Übung), die den Teilnehmern

unter anderem Einblicke in die städtische Archivüberlieferung zur Reformationsgeschichte ermöglicht.

Literatur: Peter Blickle, Die Reformation im Reich. Stuttgart 1982. Berndt Hamm, Bürgertum und

Glaube. Konturen der städtischen Reformation, Göttingen 1996. Bernd Moeller, Reichsstadt und

Reformation, Neuausgabe. Berlin 1987. Olaf Mörke, Die Reformation. Voraussetzungen und

Durchsetzung (Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 74), 2., aktualisierte Aufl. München 2011.

Bernhard Rüth, Reformation und Konfessionsbildung im städtischen Bereich.

 

 

Dan Diner/Yaron Jean

Exclusion and Inclusion. Administering the Jews in Europe in Modernity (bilinguale Veranstaltung, deutsch/englisch, S)

 

Zeit: Fr, 11:15 – 12:45 Uhr (2 SWS)

Ort: Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28

Beschreibung: The birth of modern state administration systems in Europe deeply affected Jewish

experiences of modernity through much of the long nineteenth century and the early twentieth century.

Challenged by modern public administrative procedures such as non-religious naming systems, new

office and data management technologies as well as invasive identification practices, European Jewries

faced a dramatic shift in their immediate life surroundings. In the seminar, we shall be exploring these

changes by walking through the milestones of the modern administrative state. We will compare Jewish

experience of administration with that of non-Jewish and we will pay a special attention to Jewish

experiences of administration under imperial rule. Finally, we will examine the disastrous impacts of

World War I on the changing role of administration between the wars.

Literatur: Grundlegende Texte zur Veranstaltung werden zu Beginn des Semesters in einem

Semesterapparat in der Bibliothek des DI bereitgestellt.

Einschreibemodalitäten: Anmeldung bis zum 25.03.2013 unter jean@dubnow.de. Die

Veranstaltung ist auf 25 Teilnehmer begrenzt.

 

Ägyptologisches Institut

 


S. Voss-Kern / D. Raue

Altertumswissenschaften im „Dritten Reich“ (S)

Vorbesprechung am 11.04.

Donnerstag 15.00 Uhr SG 204

16.05. Donnerstag 13:00-17:00 Uhr SG 203

06.06. Donnerstag 13:00-17:00 Uhr s. Aushang

27.06. Donnerstag 13:00-17:00 Uhr SG 017

18.07. Donnerstag 13:00-17:00 Uhr SG 204

Die methodisch-kritische Fachgeschichte befindet sich in den meisten Disziplinen der Altertumswissenschaften noch in ihren Anfängen. Während die Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte bereits beachtliche Aufarbeitungen geleistet haben, steht die Ägyptologie dahinter weit zurück. Im Zuge des DFG-geförderten Projektes „Wissenshintergründe und Forschungstransfer am Beispiel des Ägyptologen Georg Steindorff (1861-1951)“, innerhalb dessen mit dem wissenschaftshistorischen Forschungscluster 5 der Abteilung Kairo des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) kooperiert wird, bietet das Seminar einen Überblick über den aktuellen wissenschaftshistorischen Forschungsstand unter Hervorhebung der Alten Geschichte, Vor- und Frühgeschichte, Klassischen Archäologie und Ägyptologie. Behandelt werden biografische, institutionshistorische und ideologiehistorische Aspekte im Kontext der politischen und weltanschaulichen Entwicklungen während der Weimarer Republik und des „Dritten Reichs“. Das Seminar ist als Blockveranstaltung konzipiert.

Die Terminabsprache mit Vergabe der Referatsthemen findet in der Einführungsveranstaltung am

11. 4. 2013 um 15.00 Uhr statt. An diesem Tag wird auch der Termin für eine eintägige Exkursion

nach Bremen zur Ausstellung "Graben für Germanien. Archäologie unterm Hakenkreuz“ (10. März

2013 - 8. Sep 2013) vereinbart


Seminar für Ur- und Frühgeschichte

Matthias Hardt

Burgen, Burgwarde und frühe Kirchen in Mitteldeutschland (S)

Di 15.15. – 16.45 Uhr, Beginn: 09.04.2013!! Reichsstraße 4-6, Aufgang A, 4. OG, Seminarraum

 

In Mitteldeutschland stellt sich die Frage nach Diskontinuität und Kontinuität zwischen slawischer

und sächsisch-deutscher Zeit insbesondere in Bezug auf die Orte früher Herrschaft und ihren

Zusammenhang mit der Christianisierung und dem Aufbau einer Kirchenorganisation. Im Seminar soll

anhand ausgewählter Beispiele und unter Berücksichtigung archäologischer und schriftlicher Quellen

der Zusammenhang von Befestigungsanlagen und frühen Kirchen überprüft und diskutiert werden.

Literatur:

Billig, Gerhard, Die Burgwardorganisation im obersächsisch-meißnischen Raum. Archäologisch archivalisch vergleichende Untersuchungen (Veröffentlichungen des Landesmuseums für

Vorgeschichte Dresden 20), Berlin 1989; Frühe Kirchen in Sachsen. Ergebnisse archäologischer und

baugeschichtlicher Untersuchungen, hg. von Judith Oexle (Veröffentlichungen des Landesamtes für

Archäologie mit Landesmuseum für Vorgeschichte 23), Stuttgart 1994; Schlesinger, Walter,

Kirchengeschichte Sachsens im Mittelalter (Mitteldeutsche Forschungen 27, 1-2), Köln, Graz 1962.

 

Institut für Mikroökonomik

 

Harald Wiese

Microeconomic Analyses of Old Indian Texts (S)

Fr 9:15-10:45, SR6 (I 129), Institutsgebäude, First meeting: 12.04.2013

Language: English

 

Normally, microeconomics deals with the behaviour of households (household optimum, Slutsky equations etc.) and Örms

(production theory, cost theory, Cournot duopoly etc.). In this course, we want to examine selected Old Indian texts from microeconomic perspectives. For example, we will use decision theory in order to understand Arjunaís moral problem of whether, or not, he should Öght against his cousins (Bhagavad Gita). We also deal with the Arthashastra, a manual for kingship presumably written by Kautilya more than 2000 years ago. Here, we consider a special market tax proposed by that author and also Kautilyaís maxim according to which the enemy of oneís enemy is a friend. Additionally, we draw on Old Indian fables some of which can be understood in terms of microeconomics.


Institut für Politikwissenschaft

 

Michael Huber

Staat und Religion in Hobbes′ Theorie der Politik (S)

Mi 17.15-18.45 Uhr; GWZ 4.1.16, Beginn: 17.04.2013

 

Der Frieden auf Erden muss gestiftet werden – das ist die Schlüsselbotschaft des Leviathan

(1651). Frieden, so Hobbes, ist nichts Natürliches, sondern eine Leistung der Politik, ein

Produkt des Staates. Nur der Staat kann die allgegenwärtige Gewalt bändigen, indem er

eine Ordnung schafft, die auf Gesetzen beruht. Dieses Argument einer kritischen Lektüre zu

unterziehen und es auf seine Tragfähigkeit für die Moderne zu befragen, ist das Anliegen

des Seminars. Drei Themenkreise stehen dabei im Vordergrund: Warum hat sich Hobbes

für die Begründung staatlicher Herrschaft so ausführlich mit der Religion

auseinandergesetzt? Welche Rolle spielen anthropologische Bestimmungen der

menschlichen Natur für seine politische Theorie? Und auf welcher Legitimitätsgrundlage

beruht die staatliche Ordnung des Leviathan?


Gert Pickel

Politik und Religion – ein schwieriges Verhältnis? (V)

Mi 9.15-10.45 Uhr;

nähere Angaben unter www.uni-leipzig.de/~theopr/kvv/pdf/KVV_SoSe_13.pdf

 

Spätestens mit dem 9. September 2001 hat sich die Debatte über das Verhältnis zwischen

Religion und Politik wiederbelebt. Nicht nur, dass sich die Frage stellt, inwieweit Religionen

Konflikte verursachen oder verhindern, auch das Verhältnis zwischen Kirche und Staat oder

die Bedeutung, welche Religion oder Religiosität für das Verhalten der Bürger in europäischen Gesellschaften besitzt, rückt in den öffentlichen und wissenschaftlichen Fokus. Im

Rahmen der Vorlesung werden verschiedene Bezugsebenen des Verhältnisses zwischen

Religion und Politik behandelt. So wird die Bedeutung von Religion für die internationalen

Beziehungen (Huntington, Fox, Riesebrodt) genauso thematisiert wie die potentielle Ausbildung einer Zivilreligion (Bellah) oder die Debatte um Integration fremdreligiöser Gruppen.

Neben den konzeptionellen und theoretischen Überlegungen werden die Diskussionen mit

aktuellem Bezug in ihrer Bedeutung für moderne Gesellschaften diskutiert.
Institut für Sinologie

 

Philip Clart

Die Religionen Chinas (V)

Reform Movements in Chinese Buddhism since the 19th Century (Ü)

Mi. 11.15-12.45 Schillerstr. S 302 (V)

Mi. 15.15-16.45 Schillerstr. S 102 (Ü)

 

Just like China itself, Chinese Buddhism was confronted with an existential crisis in the

second half of the 19th century, which threatened both its socio-economic and its doctrinal

structures. A Buddhist reform movement sought to counter these threats and to secure the

continuation of both the Buddhist community (sangha) and its teachings (dharma) in a

modernizing China. The seminar introduces the key reformers and their influence on Chinese

and Taiwanese Buddhism in the 20th and 21st centuries. It is accompanied by a reading class

(Übung) devoted to key texts of and on the Chinese Buddhist reform movement.

The language of instruction and discussion will be English; the term paper (Hausarbeit) can

be submitted in English, German, or French.  The module is intended primarily for students enrolled in the MA programme in Chinese

Studies (MA Sinologie), but it is also open to other interested students, in particular the following three groups:


Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften


Sadananda Das

Quellen – Buddhistische Texte aus Südasien und Tibet (S)
Mi    12:00 – 13:30    N.N., Schillerst. 6, S-107
Do    15:00 – 16:30   Das, Schillerst. 6,    S-104

 

Katharina Kiehnle, Ira Sarma, Klaus Koppe

Methoden – Buddhismus in Südasien und Tibet (S)
Mi    15:00 – 16:30, N.N., Schillerstr. 6, S-107
Mi    15:00 – 16:30, N.N./Kie/Sa/Ko, Schillerstr. 6, M-103

 

 

Historisches Institut

 

M. Rudersdorf

Monarchia universalis, habsburgische Hegemonie und konfessioneller Pluralismus in der Ära Kaiser Karls V. (S)

Do 13.15-14.45 Uhr,  Beginn: 18. April 2013, GWZ 4.216

 

Unmittelbar vor und nach 1500 vollzogen sich die dynastischen Ereignisse, die dem

Habsburger Karl V. das territorial größte Herrschaftsgebiet aller Kaiser des Heiligen Römischen Reiches

zufallen ließen. Seine lange Regierungszeit, in Spanien ab 1516, im Reich ab 1519, war zentral bestimmt

durch den politischen Gegensatz zum Valois-Königtum in Frankreich und durch die konfessionelle

Glaubensspaltung, die vom Reich ihren Ausgang nahm. Während der Kaiser gegen Frankreich zumeist

siegreich blieb, scheiterte er im Reich: Er konnte sein Ziel, die alte Kirche in ihrem materiellen und

immateriellen Besitzstand ungeschmälert zu erhalten, nicht verwirklichen, und seine Vorstellung, dem Reich

eine hierarchisch straffe, monarchisch ausgerichtete Verfassung zu geben, wurde vom konzertierten

Widerstand der Reichsstände zunichte gemacht. Als einziger frühneuzeitlicher Kaiser trat er vorzeitig zurück,

wobei er sein Erbe zwischen seinem Bruder Ferdinand (Kaisertum, österreichische Besitzungen) und seinem

Sohn Philipp II. (Spanien, burgundische Erbschaft, italienische Besitzungen) aufteilte. In dem Hauptseminar

sollen sowohl die personengeschichtlich-biographischen als auch die konfessionellen und politischen

Strukturzusammenhänge der epochalen Ära Kaiser Karls V. in Europa anhand von Quellentexten und

Referaten problemorientiert diskutiert werden.

Literatur: Manuel Fernandez Alvarez, Imperator Mundi. Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches

Deutscher Nation, Stuttgart/Zürich 1977 (engl. London 1975).

Wenzel Jacob u. a. (Hg.), Kaiser Karl V. (1500-1558). Macht und Ohnmacht Europas, Ausstellung in der

Kunsthalle der Bundesrepublik Deutschland Bonn, Bonn 2000.

Ernst Schulin, Kaiser Karl V. Geschichte eines übergroßen Wirkungsbereiches, Stuttgart 1999.

Alfred Kohler (Hg.), Quellen zur Geschichte Karls V., Darmstadt 1990.

Alfred Kohler, Karl V. 1500-1558. Eine Biographie, 3. Auflage München 2001.

Alfred Kohler/Barbara Haider/Christine Ottner (Hg.), Karl V. 1500-1558. Neue Perspektiven seiner

Herrschaft in Europa und Übersee, Wien 2002.

Horst Rabe (Hg.), Karl V., Politik und politisches System. Berichte und Studien aus der Arbeit an der

politischen Korrespondenz des Kaisers, Konstanz 1996.

Esther-Beate Körber, Habsburgs europäische Herrschaft. Von Karl V. bis zum Ende des 16. Jahrhunderts,

Darmstadt 2002.

 

 

Legende:

V: Vorlesung

S: Seminar

LÜ: Lektüreübung

Ü: Übung

PS: Proseminar

HS: Hauptseminar

OS: Oberseminar

BS: Blockseminar

letzte Änderung: 19.09.2017

Kontaktinformation

Centre for the Study of Religion
Schillerstraße 6
04109 Leipzig

Sprecher:
Prof. Dr. Christoph Kleine

E-Mail

Koordination und Information
Dr. Bernadett Bigalke

E-Mail