Sommersemester 2014

Sommersemester 2014

Religionswissenschaftliches Institut

Das umfangreiche Lehrangebot des Religionswissenschaftlichen Instituts finden Sie hier.

 

Theologische Fakultät

Das umfangreiche Lehrangebot der Theologischen Fakultät finden Sie hier.




Altorientalisches Institut

M. P. Streck

Das babylonische Weltschöpfungsepos Enuma elîš (S, BA + MA)

Di, 9:15 Uhr, Altorientalisches Institut, KHH 601

Lektüre und Interpretation ausgewählter Passagen des Epos nach den beiden neuen Editionen: Kämmerer, T.R. / Metzler, K.A.: Das babylonische
Weltschöpfungsepos Enuma elîš = Alter Orient und Altes Testament 375 (2012). W. G. Lambert: Babylonian Creation Myths = Mesopotamian Civilizations 16 (2013).



Historisches Seminar

T. Töpfer

Zwischen Europa und Asien: Der lutherische Missionar Bartholomäus Ziegenbalg
im Spiegel seiner Berichte, Schriften und Selbstzeugnisse (mit paläographischen Übungen) (S mit Exkursion, BA)

Mo, 17:15 Uhr, GWZ 5.216

Zwischen 1706 und seinem Tod 1719 wirkte der aus Sachsen stammende Theologe
Bartholomäus Ziegenbalg als erster Missionar der vom dänischen König Friedrich IV. ins Leben
gerufenen und von August Hermann Francke in Halle maßgeblich organisierten Dänisch-Halleschen Mission in der Kolonie Tranquebar an der Südostküste Indiens. Das Seminar behandelt die 19
Vorgeschichte und die schwierige Etablierung dieser weltweit ersten evangelischen Mission und stellt die Tätigkeitsfelder der Missionare vor. Im Mittelpunkt stehen allerdings die Missionsberichte,
wissenschaftlichen Schriften und Selbstzeugnisse Ziegenbalgs, die vielfältigen Einblick in die Lebenswelt
der indischen Bevölkerung und der christlichen Missionare erlauben. Die Missionsstrategien und das
wissenschaftliche Interesse Ziegenbalgs werden ebenso behandelt, wie seine "Gefängnisschrift", die
Auskunft über seine Selbstwahrnehmung als Missionar in einer fremden Welt gibt.
Im Seminar können paläographische Kenntnisse erworben werden, da auch ungedruckte Briefe und
Berichte gemeinsam gelesen werden.
Ergänzend zum Seminar findet eine Tagesexkursion nach Halle statt, die durch eine
Blockveranstaltung vorbereitet wird. Die Studierenden erhalten einen Einblick in die Quellenbestände des Archivs der Dänisch-Halleschen Mission und werden praxisnah mit den Voraussetzungen und
Bedingungen der Archivarbeit vertraut gemacht.


E. Bünz

Zwischen Kirche und Welt. Die Pfarrei vom frühen Mittelalter bis zur Neuzeit (V, BA)

Di, 11:15 Uhr, HSG HS 7

Für die Menschen des Mittelalters, in einer tiefgehend christianisierten Gesellschaft,
war die Pfarrei selbstverständliche Alltagserfahrung. Die zahlreichen Pfarrkirchen in Stadt und Land
boten ein flächendeckendes System kirchlicher Organisation, das alle Menschen erfasste. Die Pfarreien
waren aber nicht nur Stätten des kirchlichen Lebens, in denen die Gläubigen Gottesdienste besuchten
und die heilsnotwendigen Sakramente erhielten, sondern dieses Niederkirchenwesen war auch eine
breite Schnittstelle von Kirche und Welt, die viel über Gesellschaft, Wirtschaft, Rechtsleben und Mentalität des Mittelalters verrät.


E. Bünz

Was glaubten die Menschen vor der Reformation? Alltag und Frömmigkeit in
Mitteldeutschland am Ausgang des Mittelalters (S, BA)

Do, 11:15 Uhr, GWZ 5.216

Warum kam es zur Reformation? Wie war der Zustand der Kirche in
Mitteldeutschland, dem „Mutterland der Reformation“? Was glaubten die Zeitgenossen Luthers, wie
und warum glaubten sie? Auf diese Fragen möchte das Seminar anlässlich einer aktuellen Ausstellung, die
von Herrn Prof. Bünz mitgestaltet wurde und die vom 28. Mai bis 7. September 2014 im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig zu sehen sein wird, Antworten geben. Das Seminar führt hinein
in eine Zeit, in der Alltag und Frömmigkeit noch ganz selbstverständlich aufeinander bezogen und ineinander verschränkt waren.


M. Rudersdorf

Der Dreißigjährige Krieg– Religionskonflikt, Verfassungskrise und europäischer Mächtekampf (S)

Do, 13:15 Uhr, GWZ 4.216

Parallel zur Vorlesung sollen in dem Modulseminar vertiefend deutsche und europäische
Aspekte des Dreißigjährigen Krieges im Vergleich behandelt werden. Die Internationalisierung des
deutschen Konflikts durch das Eingreifen Schwedens und Frankreichs mit all ihren Problemen der konkreten
Politikgestaltung und der sozialen Interaktion soll dabei im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Es werden
sowohl Strukturen als auch Figuren der Zeit problemorientiert behandelt und auf ihre Aussagekraft für die
53 aktuellen kontroversen Deutungsmuster befragt. Dafür stehen unterschiedliche methodische Zugangsweisen
und Interpretamente zur Verfügung, die exemplarisch an ausgewählten historischen Fallstudien angewandt
werden.
Zum Seminar gehört die Vorlesung: Deutschland und Europa zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648), Teil 1: Vorgeschichte und Anfänge,
Fr, 9:15 Uhr, HSG HS 3.


D. Diner und M. Scrbacic

Von der Wissenschaft des Judentums zur modernen Islamforschung (S)

Fr, 11:15 Uhr, Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28

Die Wissenschaft des Judentums ist im 19. Jahrhundert als Ausdruck eines emanzipierten und akkulturierten deutschsprachigen Judentums entstanden und erhob das wissenschaftliche Studium der jüdischen Traditionsliteratur zu ihrem erklärten Ziel. Einige ihrer
Vertreter sowie jüdische Orientalisten, die in dieser Wissenschaftstradition standen, leisteten einen
wesentlichen Beitrag zur Islamforschung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Dieser bislang nur ungenügend erforschten Überschneidung jüdischer und muslimischer Wissenstraditionen in der Moderne geht das Seminar nach.
Ausgehend von einer Re-Lektüre einschlägiger Texte der Wissenschaft des Judentums wird ihr Einfluss auf die Erforschung der islamischen Texttraditionen in
Europa untersucht.



Institut für Afrikanistik

A. Awagana

Islam im Hausa-Land (S, BA)

Di, 9:00 und 13:00 Uhr, NGW 2216

Das Seminar „Islam im Hausa-Land“ vermittelt ein Allgemeinwissen über die Ankunft und Verbreitung des Islam im
hausasprachigen Westafrika. Dabei wird der Faktor „Islam“ von den alten Staatenbildungen in diesem Raum über die
Entstehung der Hausa-Stadt-Staaten und die Gründung des Sokoto-Kalifats bis hin zur Kolonialzeit und der Gründung der
modernen Staaten vorgestellt und diskutiert. Außerdem werden Themen wie Sufi-Orden, Reformisten, die politische und
ökonomische Rolle von Muslimen (Mehrheit, Minderheit, Netzwerke), Beziehungen zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen,
islamische Bildungsinstitutionen, Schriftlichkeit sowie Recht- und Genderfragen behandelt.
Im Seminar werden auch hausasprachige Quellen und Texte benutzt.


K. Werthmann

Islam in Afrika

Di, 11:00 Uhr, HS 20

Warum konvertieren Afrikaner zum Islam? Wie konnte sich der Islam über einen so großen Kontinent ausbreiten? Gibt es dabei
Ähnlichkeiten zwischen weit voneinander entfernten Regionen oder Bevölkerungsgruppen? Ist der Islam in Afrika „afrikanisch“?
Historiker, Ethnologen und Religionswissenschaftler versuchen, diese Fragen zu beantworten. Wir beschäftigen uns am Beispiel
von Ländern und Regionen in diesem Seminar mit der Ausbreitung des Islam im subsaharischen Afrika, mit der politischen und
wirtschaftlichen Rolle von Muslimen in einzelnen Ländern, mit der Situation von Frauen in islamischen Gesellschaften, mit
neueren reformistischen Tendenzen und mit Islam und Terrorismus.


I. Brunotti

Islam in and across East Africa (S, BA)

Fr, 11:00 Uhr, NGW 2215

The course intends to provide the students with an overview over the processes of Islamization, the emergence and the
development of local Muslim societies in East Africa. The students will be exposed to the diversity of Islam in Eastern Africa
contexts: against the background of the historical diffusion of Islam, we will explore the contribution of Islam in forging Swahili
language, culture, education, urban formation, sense of belonging and identity. Through the investigation into a variety of case
studies grounded in East Africa, we will be focusing on contemporary issues - globalization, Islam, politics, socio-economic
realities, the state, the post 9/11 era, Sufism, law, gender, education- providing the students with skills to read critically, debate
and work cooperatively.



Institut für Germanistik

S. Horstkotte

Pietismus (S)

Di, 9:15 Uhr, SR 327

Der Pietismus, die bedeutendste protestantische Frömmigkeitsbewegung nach der Reformation,
ist von nicht zu unterschätzender literaturgeschichtlicher Bedeutung: er führt zur Ausbildung einer völlig neuen Gefühlssprache,
einem neuartigen Interesse an Psychologie und psychologischer Figurenzeichnung und prägt insbesondere die Gattung Autobiografie.



Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften

H. Mürmel und E. Franco

Einführung in den südasiatischen Buddhismus (V, BA)

Mo und Do, 15:15 Uhr, Hörsaalgebäude, HS 7



Institut für Kunstgeschichte

S. Wegmann

Verehren oder zerstören? Bilderstreit in Ost und West (V, BA + MA)

Mo, 9:00 Uhr, WMH 5/15

Die Bilderfrage, die Frage nach dem rechtmäßigen Gebrauch von gemalten, geschnitzten, skulptierten Bildwerken ist im Christentum seit Anbeginn eine umstrittene Frage.
Wollte man sich im Frühchristentum insbesondere von den heidnischen Religionen und deren Götzenverehrung abgrenzen,
wird mit den Glaubenstreitigkeiten des 16. Jahrhunderts die Problematik einer Verwechslungsgefahr von Ab- und Urbild thematisiert und der Vorwurf einer veräußerlichten religiösen Haltung erhoben.
Im byzantinischen Bilderstreit des 8./9. Jahrhunderts wird vor allem auf die Notwendigkeit der Einhaltung des alttestamentlichen Gebots abgehoben.
Die Vorlesung zeichnet die Geschichte des immer wieder aufbrandenden Diskurses um den rechten, richtigen oder erlaubten bzw. verbotenen Bildgebrauch im Christentum nach.
Dabei werden nicht nur die Texte und die in den Texten formulierten Stellungnahmen analysiert, sondern insbesondere Bilder selbst im Zentrum der Überlegungen stehen.
Bilder, die ihren Status selbst reflektieren, die selbst über den Bilderstreit berichten oder die selbst vom Bilderstreit betroffen sind, die zerstört wurden, die Zerstörungsspuren tragen.


S. Wegmann

Die bewahrende Kraft des Luthertums. Altes und Neues in den lutherischen Kirchen des 16. Jahrhunderts (S, BA)

Mo, 11:00 Uhr, WMH 5/15

2017 jährt sich zum 500. Mal Luthers Thesenanschlag in Wittenberg. Gemeinhin wird mit
diesem Datum ein epochaler Epochenumbruch, der Weg aus dem Mittelalter in die Neuzeit
assoziiert. Die „Lutherdekade“ stellt bis zu diesem Reformationsjubiläum jedes Jahr unter ein
bestimmtes Motto. 2015 lautet dieses „Bild und Bibel“, dabei wird zugleich der 500.
Geburtstag Lucas Cranachs des Jüngeren gefeiert. Die aktuellen Forschungen zur Thematik
sind vielfältig und umfangreich. Sie zeigen auch, dass der „Epochenumbruch“ immer mehr
als Epochenübergang beschrieben wird. Die Kunstgeschichte ist zunehmend in das Feld der
Reformationsforschung, das zuvor fast ausschließlich Historiker und Theologen interessierte,
involviert.
Im Seminar werden vor allem die Bilder im Kirchenraum der Lutheraner betrachtet, ihre
Funktion und ihr Gebrauch hinterfragt. Dabei finden sich in den lutherischen Kirchen nicht
nur neue lutherische Bilder, sondern auch alte, altgläubige, die in den „neuen“ Glauben, in
das kirchliche, gemeindliche Leben integriert werden.
Neben den Seminarterminen in Leipzig werden mehrere Veranstaltungen auch direkt vor
Ort [Halle (17.5.), Wittenberg (31.5.) und Torgau (7.6.)] stattfinden.



Institut für Musikwissenschaft

H. Loos

Kirchenmusik im 20. Jahrhundert (S)

Mo, 9:00 Uhr, SK-302

Nachdem sich die deutsche Musikwissenschaft in der Vergangenheit weitgehend auf Prinzipien
der romantischen Musikanschauung und des musikalischen Fortschritts festgelegt hatte, ist der
Bereich der Kirchenmusik ins Abseits der Forschung geraten. Dies gilt es aufzuarbeiten und
sodann die große Menge unbekannter Kirchenmusik des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts anhand einzelner Beispiele aufzuarbeiten.



Institut für Philosophie

P. Grönert

Transzendentale Argumente (S)

Di, 17:00 Uhr c.t., SG 428

Transzendentale Argumente zielen darauf ein Urteil – z. B dass jedes Ereignis eine Ursache hat oder
dass es eine bewusstseinsunabhängige Welt materieller Gegenstände gibt – zu rechtfertigen, indem
seine Wahrheit als notwendige Voraussetzung – als Bedingung der Möglichkeit – einer grundlegenden
Dimension unseres kognitiven Weltbezuges wi
e Erfahrung, sprachlicher Bedeutung oder
Selbstbewusstsein erwiesen wird. In dem Seminar wollen wir uns nicht nur klar machen, worin der
spezifische Charakter sowie die Bedingungen und Grenzen der Gültigkeit solcher Argumente bestehen,
Institut für Philosophie SS 2014/13sondern auch inwiefern sie für die Philosophie als einer Form des Verstehens sui generis kennzeichnend
sind. Zu diesem Zweck werden wir uns eingehend mit einer Reihe transzendentaler Argumente
befassen, wobei wir sowohl klassische Beispiele wie Kants Widerlegung des problematischen Idealismus
und seine transzendentale Deduktion der Kategorien berücksichtigen wie auch einschlägige Argumente
aus der neueren analytischen Philosophie, wie sie u.a. von Davidson, Strawson und Shoemaker
vorgelegt worden sind. Insbesondere sollen sie auch im Hinblick auf die in den
letzten Jahrzehnten u.a. von Körner und Stroud vorgebrachte Kritik transzendentaler Argumente diskutiert werden.


T. Wendt

Glauben und Wissen (S)

Di, 9:00 Uhr c. t., SG 414

Die Transzendentalphilosophie I. Kants ist in ihrer erkenntnistheoretischen Gestalt zunächst mit der
Absicht entwickelt worden, das Wissen vom Glauben zu scheiden. Oft wurde und wird auch immer
noch der Kant selbst geläufige Umstand verkannt, dass dieses Problem und seine systematische Lösung
nur ein – wenn auch wichtiger - Baustein im Gesamtgebäude der Philosophie ist, die nach den Bedingungen der Möglichkeit des Menschseins überhaupt fragt.
Das Seminar, das die gleichnamige Veranstaltung aus dem Wintersemester 2013/14 fortsetzt, wird das
systematische Problem des Verhältnisses von Wissen und Glauben als Teil einer philosophischen Anthropologie behandeln.
In diesem Semester stehen der deutsche Idealismus und ausgewählte Philosopheme des 19. Jahrhunderts im Mittelpunkt des Interesses.


T. Kasmann

Aquin: Über das sittliche Handeln (S)

Mo, 13:00 Uhr c. t., SG 226
 
Wir wollen vor allem die Abschnitte (Questiones) 18-21 aus Thomas von Aquins Summa theologica I-II
lesen. Dort geht es um die grundlegende Frage, was menschliche Handlungen gut bzw. schlecht macht.
Thomas greift dabei sowohl in entscheidender Weisein die Entwicklung der Tugendethik als auch in die
der deontologischen Ethik ein. Dieser Text ist mithin von zentraler Bedeutung für jede nonkonsequentialistische Moralkonzeption. Textgrundlage ist die zweisprachige Ausgabe von Reclam,
diese bitte anschaffen, Lateinkenntnisse sind jedoch nicht erforderlich.

  

 Juristenfakultät

J. Rozek

Staatskirchenrecht (V)

Do, 15:00 Uhr, Burgstraße 21, Raum 4.33

Das für die Ordnung des Verhältnisses zwischen Staat und Religionsgemeinschaften maßgebliche Recht in seinen Grundzügen (verfassungs- und vertragsrechtliche Grundlagen; Rechtsstellung der Kirchen und Religionsgemei
nschaften; aktuelle religionsverfassungsrechtliche Einzelfragen).



C. Link und T. Schmidt

Staatskirchenrecht, Kirchenrecht und kirchliche Rechtsgeschichte (S)

Blockseminar/Wochenendeseminar, voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli.
Die Seminarthemen und der Zeitpunkt der Veranstaltung werden durch Aushang bekannt gegeben.


M. Heckel

Islamisches Familien- und Erbrecht

Fr., 9:00 Uhr, Burgstraße 21, Raum 4.06,
am 20. Juni im SR 204 und am 04. Juli im SR 203



Kulturwissenschaften

M. Wohlrab-Sahr

Konflikt um den Moscheebau in Leipzig-Gohlis (V + S + Ü)

Vorlesung: Mi, 11:00 Uhr c.t., GWZ 2-010

S 1 (P. Schäfer): Mo, 15:00 Uhr c.t., SG S1-24/ Ü (M. Heinz): Do, 15:00 Uhr c.t., GWZ 5-116
S 2 (M. Jakob): Do, 11:00 Uhr c.t., SG S4-11/ Ü (M. Bunder): Mo, 13:00 Uhr c.t., SG S4-04
S 3 (T. Schmidt-Lux): Di, 9:00 Uhr c.t., SG S4-04/ Ü (U. LaGro): Do, 11:00 c.t., SG S4-29

Das Modul führt exemplarisch in Forschungsmethoden der Kultursoziologie und deren
Anwendung ein. Dabei geht es sowohl um das Kennenlernen und Erproben ausgewählter
qualitativer Methoden, als auch um deren Anwendung auf einen aktuellen Gegenstand. In
den Blick kommt dabei die Auseinandersetzung um den Moscheebau in Leipzig-Gohlis.
Dieser Konflikt soll im Hinblick auf die beteiligten Akteure (Stadt, Bürgerinitiativen, Kirchen,
politische Gruppen, Parteien etc.), die damit verbundenen Diskurse (Lokalpresse,
überregionale Presse, andere Medien) und die Rahmenbedingungen (rechtlich, städtisch,
stadtteilbezogen, politisch, religiös) untersucht werden. Die Studierenden sollen eigene
Feldforschungen durchführen, Interviews oder Gruppendiskussionen führen, Recherchen
anstellen, Diskurse rekonstruieren usw.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf qualitativen Formen der Erhebung
und rekonstruktiven Verfahren der Auswertung.
Das Modul ist arbeitsaufwändig und setzt intensive Beteiligung zwingend voraus. Eine rein passive Teilnahme ist
nicht möglich.



Orientalisches Institut

V. Klemm, M.Hakenberg und U.Noack

Einführung in den Islam (V)

Di, 13:15, Hörsaalgebäude, Hörsaal 9.

Die VL vermittelt die Grundlagen der islamischen Religion und Glaubenspraxis. Sie führt
zunächst zurück in die Lebenszeit des Propheten Muhammad und verfolgt die frühe Geschichte
der inneren Ausdifferenzierung, Institutionalisierung und großräumigen Ausbreitung des Islam.
Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 201
Sodann gibt sie einen Einblick in die vielfältigen historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen
islamischer Gemeinschaften in Asien und Europa. Politische Strömungen, wie der
Reformislam und Islamismus, sowie Debatten (Burqa, Moscheebau, Islamophobie) werden
innerhalb ihrer politischen und sozialen Zusammenhänge thematisiert.


S. Hakenberg und M. Rindermann

Der schiitische Islam (BS)

Vorbesprechung mit Referatsvergabe: Fr., 25.4.2014, 10.00 Uhr Raum M102
Fr, 27.06., 10:00-16:00 Uhr, Raum M102
Sa, 28.06., 10:00-16:00 Uhr, Raum M 204
Fr, 04.07., 10:00-16:00 Uhr, Raum M 102
Sa, 05.07., 10:00-16:00 Uhr, Raum M 204

In diesem Seminar werden anhand religionssoziologischer Theorien historische und
kontemporäre Entwicklungen des schiitischen Islams erörtert. Schwerpunkt bilden dabei vor
allem die zwölferschiitischen und ismailitischen Strömungen. In diesem Kontext werden wir auf
einige Phänomene und Strategien der Gemeinschaft eingehen, die diese grundlegend beeinflusst
haben und bis heute beeinflussen.


H.-G. Ebert

Islamisches Recht (S)

Mi, 11:00 Uhr s.t., S 202

Das Seminar bezieht sich auf die in der Vorlesung behandelten Themen (vgl. Literaturliste und
Themenplan zur Vorlesung). Die Studierenden haben in jeweils kurzen Vorträgen mit einem
entsprechenden Thesenpapier einen der aufgeführten Punkte zu bearbeiten. Die ersten sechs
Veranstaltungen haben den Allgemeinen Teil des islamischen Rechts (usûl al-fiqh) zum Inhalt.
Daran schließt sich der Besondere Teil (furû' al-fiqh) an. Das islamische Personalstatut findet dabei eine besondere Beachtung.
Die islam-rechtlichen Quellen, Methoden und Bestimmungen werden vergleichend analysiert. Rechtstheoretische und - praktische Aspekte sowie historische
Zusammenhänge sollen die innere Logik und die Spezifika des Islamischen Rechts beleuchten und durchschaubar machen.



Ostasiatisches Institut/Sinologie

P. Clart

Buddhism in China Between Innovation and Integration (S + Ü, MA)

S: Mi, 11:15 Uhr, Schillerstraße 6, S 302

Ü: Mi, 15:15 Uhr, Schillerstraße 6, S 302

This course covers almost 2000 years of Buddhist history in China, from the religion’s arrival
in the 1st century CE to the most recent reform movements of the 20th and 21st centuries. As the course title implies, we will pay particular at
tention to the issues of cultural and religious innovation and integration as Buddhism interacted with Chinese society, culture, and thought.
The reading class complements the seminar by focussing on key texts of the Chinese Buddhist tradition.



Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

H. Wiese

Microeconomic Analyses of Old Indian Texts (V)

Fr, 9:00 c.t., SR8 (I 132), Institutsgebäude der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Normally, microeconomics deals with the behaviour of households (household optimum, Slutsky equations etc.) and rms
(production theory, cost theory, Cournot duopoly etc.). In this course,
we want to examine selected Old Indian texts from microeconomic perspectives. For example, we will use decision theory in order to understand Arjunas moral problem
of whether, or not, he should ght against his cousins (Bhagavad Gita). We also deal with the Arthashastra, a manual for kingship presumably written by Kau-
tilya more than 2000 years ago. Here, we consider a special market tax proposed by that author and also Kautilyas maxim according to which the enemy of ones
enemy is a friend. Additionally, we draw on Old Indian fables some of which can be understood in terms of microeconomics.





Legende:

V: Vorlesung

S: Seminar

LÜ: Lektüreübung

Ü: Übung

PS: Proseminar

HS: Hauptseminar

OS: Oberseminar

BS: Blockseminar

BA: empfohlen für BA-Studierende

MA: empfohlen für MA-Studierende

letzte Änderung: 19.09.2017

Kontaktinformation

Centre for the Study of Religion
Schillerstraße 6
04109 Leipzig

Sprecher:
Prof. Dr. Christoph Kleine

E-Mail

Koordination und Information
Dr. Bernadett Bigalke

E-Mail