Sommersemester 2016

Aktuelle Lehrveranstaltungen mit Religionsbezug

Lehrveranstaltungen mit Religionsbezug an der Universität Leipzig - Sommersemester 2016

 

Religionswissenschaftliches Institut

Das umfangreiche Lehrangebot des Religionswissenschaftlichen Instituts finden Sie hier.

 

Theologische Fakultät

Das umfangreiche Lehrangebot der Theologischen Fakultät finden Sie hier.

 

 

Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften

 

Ch. Kleine, E. Franco

Einführung in den südasiatischen Buddhismus (V)

Mo, 15.15 Uhr, HSG, HS 9 und Do 15.15 Uhr, HSG, HS 4

 J. Thomas

Lektüre der Bhagavadgita mit dem Kommentar von Shankaracharya (LÜ) 

n. V.

E. Franco, S. Das

Quellen – Buddhistische Texte aus Südasien und Tibet (S)

Mi , 12.00 Uhr, Schillerstraße 6, S 107; Di, 13.00 Uhr, Schillerstraße 5, S 104 

 

E. Franco, P. Sørensen

Methoden – Buddhismus in Südasien und Tibet (S)

Do, 15.00 Uhr, Schillerstraße 6, S107; Mi,15.00 Uhr, Schillerstraße 6, S106

 

 

Orientalisches Institut

V. Klemm, M. Hakenberg, U. Noack

Einführung in den Islam (V)

Di, 13.15 Uhr, HSG, HS 9

Die fachübergreifende, große VL (2 SWS), in der u.a. auch Studierende des Lehramtsfachs Philosophie/Ethik, der Religionswissenschaft sowie Studierende des offenen Wahlbereichs partizipieren, vermittelt die Grundlagen der islamischen Religion und Glaubenspraxis. Sie führt zunächst zurück in die Lebenszeit des Propheten Muhammad und verfolgt die frühe Geschichte der inneren Ausdifferenzierung, Institutionalisierung und großräumigen Ausbreitung des Islam. Sodann gibt sie einen Einblick in die vielfältigen historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen islamischer Gemeinschaften in Asien und Europa. Politische Strömungen, wie der Reformislam und Islamismus, aktuelle Formationen (Islamismus, Islamischer Staat und Djihadismus) sowie Debatten (Burqa, Moscheebau, Islamophobie) werden innerhalb ihrer politischen und sozialen Zusammenhänge thematisiert.

 

C. Günther

Djihadistischer Islamismus vom 19. bis 21. Jahrhundert (Ü)

Mi, 15.15 Uhr, Schillerstraße 6, M 204

Das Seminar befasst sich im breiten Spektrum von der Wahhabiya bis zum 'Islamischen Staat' mit der historischen Entwicklung djihadistischer Ideologien und Bewegungen in der arabischislamischen Welt. Auf Basis von Original- und Sekundärliteratur werden diese unterschiedlichen Bewegungen vor dem jeweiligen sozialen, politischen und ökonomischen Kontext ihrer Zeit betrachtet. Ziel des Seminars ist aber auch, bestimmte ideologische Kontinuitäten zu identifizieren.

 

H.-G. Ebert

Islamisches Recht (S)

Mi, 11.00 Uhr, Schillerstraße 6, S 202

Das Seminar bezieht sich auf die in der Vorlesung behandelten Themen (vgl. Literaturliste und Themenplan zur Vorlesung). Die Studierenden (Schwerpunktmodul) haben in jeweils kurzen Vorträgen mit einem entsprechenden Thesenpapier einen der aufgeführten Punkte zu bearbeiten. Die ersten sechs Veranstaltungen haben den Allgemeinen Teil des islamischen Rechts (usûl alfiqh) zum Inhalt. Daran schließt sich der Besondere Teil (furû' al-fiqh) an. Das islamische Personalstatut findet dabei eine besondere Beachtung. Die islam-rechtlichen Quellen, Methoden und Bestimmungen werden vergleichend analysiert. Rechtstheoretische und -praktische Aspekte sowie historische Zusammenhänge sollen die innere Logik und die Spezifika des Islamischen Rechts beleuchten und durchschaubar machen

 

H.-G. Ebert

Aktuelle Probleme des Islamischen Rechts (KO)

Mi, 09.00 Uhr, Schillerstraße 6, M 204

Das Kolloquium schließt sich an das Seminar im WS 2015/16 an. Durch individuelle Konsultationen sollen sich die Studierenden auf einen entsprechenden Vortrag zu einem Thema ihrer Wahl im Zusammenhang mit der Staats- und Rechtsentwicklung nach dem sog. Arabischen Frühling vorbereiten.

 

H.-G. Ebert

Arabische und islamische Rechtstexte (Ü)

Mo 09.00 Uhr, Schillerstraße 6, M 204

In der Lehrveranstaltung werden „klassische“ und „moderne“ islamische Rechtstexte in arabischer Sprache gelesen, übersetzt und interpretiert. Im Sommersemester sollen Rechtstexte mit Bezug zur ägyptischen Rechtsordnung im Maghreb im Mittelpunkt stehen

 

Ostasiatisches Institut

P. Clart

Die Religionen Chinas: Buddhism and Chinese Literature (S) (Ü)

Mi 15.15 Uhr, Schillerstraße 6, S 302, Do 15.15 Uhr, Schillerstraße 6, S 302

Since its arrival in China from India via Central Asia in the first century AD, Buddhism underwent a process of adaptation that made Buddhism Chinese, but at the same time integrated Buddhist elements into Chinese culture. This intercultural process can be and has been studied in several arenas, such as the history of Chinese religions, the Buddhist impact on Chinese material culture and political institutions, and in economic history. This seminar will trace Buddhist/Chinese interactions in the field of literature by examining both genres of Buddhist literature emerging in China and the use of Buddhist themes in Chinese poetry and narrative and performing literature.

 

Institut für Kulturwissenschaft

S. Gülker

Wissenschaft und Religion (S)

Blockseminar, Do, 07.04.2016, 17:15 Uhr, GWZ 5-116;  Fr, 6.5., 14.00 Uhr SG S 1-22; Sa, 7.5., 10.00 Uhr, HG HS 13; Fr, 27.5., 14.00 Uhr, SG S 1-22; Sa, 28.5., 10.00 Uhr, HG, HS 13; Fr. 1.7., 14.00 Uhr, SG, S 1-22;  Sa, 2.7., 10.00 Uhr, HG, HS 13

Das Verhältnis von Wissenschaft und Religion war eines der prägenden Themen bei Gründung der Soziologie. In Frage stand, ob Wissenschaft die Religion ablösen würde (wovon etwa Comte und Marx überzeugt waren) oder ob Wissenschaft und Religion in jeweils unterschiedlichen Sphären dauerhaft nebeneinander existieren würden (wie es Weber annahm). Im Laufe von Säkularisierungsdebatten der letzten Jahrzehnte ist das Thema in den Hintergrund getreten und auch die Wissenschaftsforschung befasst sich kaum damit. Dabei gibt es aktuell zahlreiche Anlässe, neue Fragen zum Verhältnis von Wissenschaft und Religion zu stellen. Was bedeutet etwa der Streit zwischen so genannten Kreationisten und Evolutionisten in den USA und Großbritannien? Und was bedeutet es, dass dieser Streit in Deutschland kaum eine Rolle spielt? Was ist gemeint, wenn der damalige Kardinal Josef Ratzinger in einer Debatte mit Jürgen Habermas eine „gegenseitige Begrenzung“ von Glaube und Vernunft fordert? Welche Rolle spielen kirchliche Organisationen heute bei der Regulierung von Wissenschaft? Und wie kommt es, dass eine Alternativmedizin wie Ayurveda, das sich ausdrücklich auf religiöse Traditionen bezieht, auch in Deutschland einen regelrechten Boom erfahren hat? Das Seminar bietet einen einführenden Überblick in das große Themenfeld Wissenschaft und Religion. Behandelt werden klassische soziologische Texte, historische Debatten und aktuelle Fragestellungen.

 

Historisches Seminar

A.Sembdner

Die Reformation vor Ort – Kirchenvisitationen im Erzgebirge Beschreibung (S)

Di., 15.15 Uhr, GWZ, H5.216

Mit Martin Luther, dem Sohn eines erfolgreichen Hüttenmeisters im Mansfelder Kupferbergbau, setzen sich im Zuge des nahenden Reformationsjubiläums 2017 derzeit sowohl die Forschung wie auch die Medien in stetig zunehmender Frequenz und Vehemenz entweder kritisch oder wohlwollend auseinander. Einmal mehr scheint sich der Eindruck zu festigen, dass „Luther“ und „Reformation“ eins zu eins gleichzusetzen sind, ob nun im positiven oder negativen Sinne. Doch der große Reformator konnte nicht überall die Reformation in die Städte und auf das Land bringen, die Dorfpfarrer auf ihre Tauglichkeit prüfen, geistliche Missstände feststellen oder die wirtschaftlichen Grundlagen der Kirchen ordnen. Diese Aufgaben übernahmen die von den Landesherren beauftragten Visitatoren, gewissermaßen das Personal der Reformation aus der zweiten und dritten Reihe. Die von ihnen angefertigten Visitationsprotokolle sind dem Historiker eine fast unerschöpfliche Quelle über die gesellschaftlichen, kirchlichen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse vor Ort und deren Wandel in der Reformationszeit. Das Seminar basiert auf der intensiven Beschäftigung mit den Quellen der Reformationszeit anhand einiger weniger ausgewählter Visitationsprotokolle aus dem Erzgebirgsraum. Dies beinhaltet explizit das Lesen und Einarbeiten in ungedrucktes Quellenmaterial und die kritische Auseinandersetzung mit demselben. Aus den Quellen heraus sollen Themen und Fragestellungen für eine Hausarbeit entwickelt werden, womit zugleich das Erarbeiten einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit eingeübt wird.

 

Ch. Lübke

Mission und Christianisierung im östlichen Europa (V)

Do, 11.15 Uhr, GWZO, Reichsstraße 4–6

Die Annahme des Christentums ist das wohl prägendste Element der „Europäisierung“ des Kontinents. Dabei gingen die Regionen innerhalb der Grenzen des alten Römischen Reiches zeitlich dem „barbarischen Europa“ (K. Modzelewski) im Norden und Osten des Kontinents voran. Das östliche, hauptsächlich slavische, Europa jenseits von Elbe/Saale und Donau konnte nach Anfängen in der Karantanenmission und in Großmähren seit dem Ende des 10. Jahrhunderts als christlich gelten, wenn auch im Grunde nur durch die Annahme der Taufe durch die fürstlichen Eliten; den Abschluss der Christianisierung bildet in dieser Hinsicht das Großfürstentum Litauen erst am Ende des 14. Jahrhunderts. Die Vorlesung behandelt das Wechselspiel von (heidnischer) Gentilreligion, christlicher Universalreligion, von römischer West- und byzantinischer Ostkirche, von Missionaren und Missionierten in seinen politischen Dimensionen unter Berücksichtigung der Auswirkung auf die Sozialordnungen.

 

Ch. Lübke

Die Taufe Mieszkos I. von Polen und ihr historisches Umfeld (S)

Do., 15.15 Uhr, GWZO, Reichsstraße 4–6, Seminarraum

Im Jahr 2016 jährt sich die Taufe des ersten durch schriftliche Quellen sicher bezeugten Fürsten Polens, Mieszkos I., zum 1050 Mal. Aus diesem Anlass rückt die Annahme des Christentums nicht nur in Polen, sondern auch in seinen Nachbarländern, in den vergleichenden Blick der Forschung. In dem Seminar sollen Fragen nach den Bedingungen, Gründen, direkten Auswirkungen und langfristigen Folgen der Christianisierung gestellt und diskutiert werden – mit einem Schwerpunkt auf Polen, aber unter Berücksichtigung paralleler Phänomene im östlichen Europa (östliche von Elbe und Saale).

 

A. Koller

Papsttum, Italien und Europa im 18. Jahrhundert (S)

Blockseminar, 29.4., 2.6., 3.6., 30.6., 1.7.2016; 11.00–17.00 Uhr, Ort wird noch bekannt gegeben

Das Seminar behandelt die Grundlinien und Möglichkeiten der Politik des Papsttums/des Kirchenstaats und der übrigen italienischen Territorien im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert. Neben den Versuchen päpstlicher Mediation (Spanischer Erbfolgekrieg, Siebenjähriger Krieg), des Verbots des Jesuitenordens, die Krise der italienischen Staaten nach der Französischen Revolution und in der Napoleonischen Ära sollen die bilateralen Beziehungen zwischen den Staaten der Apenninhalbinsel zu einigen deutschen Territorien (Österreich, Preußen, Rheinlande, Bayern) und ausgewählten europäischen Mächten beleuchtet werden. Darüber hinaus soll die Bedeutung Italiens für die europäische Aufklärung an ausgewählten Beispielen thematisiert werden.

 

Th. Fuchs

Buchdruck und Reformation (S)

Do, 11.15 Uhr, GWZ 4.216 / Bibliotheca Albertina, Fürstenzimmer EG

Die Bedeutung des Buchdrucks für die Ausbreitung reformatorischer Ideen ist immer wieder behauptet worden und gehört gleichsam zum „Common sense“ der Reformationsgeschichtsschreibung. Das Seminar thematisiert das Verhältnis von Buch und Reformation unter dem Gesichtspunkt der Bedeutung des Buchdrucks für die Ausbreitung der reformatorischen Bewegung sowie aus buchgeschichtlicher Perspektive. Darüber hinaus sollen die materiellen und ökonomischen Bedingungen des Buchgewerbes behandelt werden.

 

Germanistik

D. Burdorf

Hymnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart (S)

Mi 15.15-16.45,SG, SR 103

Während die Hymne im 16. und 17. Jahrhundert noch religiös geprägt ist, wird sie bei Klopstock, Goethe und Hölderlin zur anspruchsvollsten lyrischen Form, in der die Position des poetischen Subjekts und komplexe Weltentwürfe thematisiert werden können. Nachklänge davon gibt es bei Platen, Nietzsche und den Expressionisten. Seitdem ist hymnisches Sprechen nur noch gebrochen oder ironisch möglich.

 

Anglistik

E. Schenkel

Supernatural Shakespeare (S)

Die, 15.15 Uhr, HSG, HS 15

Shakespeare’s world is full of spirits, demons, witches and magic. Ancient beliefs and the modern mind are constantly at war. We shall look at some major plays in which ghosts and spirits make an appearance: to what extent is this meant seriously or is it just a professional trick to engage a superstitious audience? A Midsummer Night’s Dream, Macbeth and The Tempest will be starting points to look further into the culture of Elizabethan and Jacobean England: astrology and alchemy, the belief in ghosts, witchcraft and magic, rural folklore and aristocratic entertainment, fairies and sprites, gnomes and goblins. Eventually, this Shakespearean pandemonium will constitute his appeal for Romantics and Victorians as well as for the Harry-Potter-Generation. Hence, the reception of Supernatural Shakespeare will be part of our discussion, too.

 

Modernism and Mythology (S)

Die, 17.15 Uhr, SG, S 212

In this class, we will take T.S. Eliot’s The Waste Land as a map of modernism and its mythological contexts. The text opens up multiple perspectives on art, music and philosophy as well as on other myths of modernism. Categories such as the Arthurian narrative, archaeology, Christianity, Hinduism, Buddhism, Fascism, Occultism, Theosophy and Anthroposophy will provide access to the rich panorama of Modernism. Other authors to be discussed are David Jones, Ezra Pound and Hilda Doolittle, as well as German Expressionists and French/Spanish Cubists.

 

Institut für Philosophie

Th. Wendt

Fr, 11.15 Uhr, SG, R 413

Die Hegelschulen II (S)

"Wahre Philosophie", so Hegel, führt zu Gott und zum Staat. Bald nach dem Ableben Hegels verstrickte die philosophische Reflexion der zeitgenössischen Theorie auf die religiöse und die staatliche Wirklichkeit jener Zeit die Erben der klassischen deutschen Philosophie in eine erbittert geführte, kontroverse Debatte und spaltet dann auch jene in eine "linke" und "rechte" Hegelschule sowie in ein "Zentrum". Zunächst als religionsphilosophischer Diskurs angelegt, wandelt sich der Disput bald in eine staats- und rechtsphilosophische Diskussion, die letztlich eine theoretische Quelle für die Entstehung der großen politischen Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts, den Liberalismus, Anarchismus, Marxismus und Konservativismus, abgibt. Im letzten Semester haben wir die Grundpositionen der Hegelschen Rechtsphilosophie aus der Perspektive ihrer Rezeption im 19. Jahrhundert sowie die zentralen staats- und rechtstheoretischen Philosopheme der einzelnen Schulen kennengelernt. In diesem Semester wird es uns nun um die religionsphilosophischen Positionen von Hegel, seinen "rechten" und "linken" Schülern und seinen philosophischen Gegnern gehen. Im Zentrum wird dabei die "Religionskritik" bzw. "Politische Theologie" der Linkshegelianer, insbesondere D. F. Strauß, B. Bauer, L. Feuerbach, M. Hess und dann auch K. Marx stehen. Das Augenmerk soll dabei auf den systematischen Zusammenhang ihrer Religionsphilosophie zur Staats- und Rechtsphilosophie gelegt werden.

 

Juristische Fakultät

J. Rozek

Do. 09.15 Uhr, Burgstr. 21, R 4.33

Staatskirchen- und Religionsverfassungsrecht (V)

Das für die Ordnung des Verhältnisses zwischen Staat und Religionsgemeinschaften maßgebliche Recht in seinen Grundzügen (verfassungs- und vertragsrechtliche Grundlagen; Rechtsstellung der Kirchen und Religionsgemeinschaften; aktuelle religionsverfassungsrechtliche Einzelfragen).

letzte Änderung: 19.09.2017

Kontaktinformation

Centre for the Study of Religion
Schillerstraße 6
04109 Leipzig

Sprecher:
Prof. Dr. Christoph Kleine

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Koordination und Information
Dr. Bernadett Bigalke

E-Mail