Wintersemester 2013/14

Wintersemester 2013/14

B.A.-Veranstaltungen

 

Religionswissenschaftliches Institut 

 

Das umfangreiche Lehrangebot des Religionswissenschaftlichen Instituts finden Sie hier.

 

Theologische Fakultät

 

Das umfangreiche Lehrangebot der Theologischen Fakultät finden Sie hier.

 

Institut für Afrikanistik

 

Prof. Adam Jones

Religionen in Afrika (V)

Mo  11:00 – 13:00 c.t., HS 14, Beginn: 14.10.2013

Die Vorlesung widmet sich sowohl den Lokalreligionen Afrikas als auch der Rolle des Islam sowie des Christentums. Mentalitätshistorische Themen wie Heilung, Hexerei, Wahrsagung und Opfer werden ebenfalls berücksichtigt.

 

Orientalisches Institut

 

M. Hakenberg (M.A.)

Gesellschaft und Religion in der arabischen Welt (S) 

Mi, 15.00–16.30 Uhr s.t., S 202

Das Seminar bietet einen Überblick über die islamische Geschichte, grundlegende Glaubens- inhalte des Islam und Formen des religiösen Lebens. Eine Einführung in die religiösen Quellen des Islam (Koran und Ḥadīṯ) führt zu der Fragestellung nach wichtigen Unter- schieden in den Interpretationsansätzen. Daran anknüpfend werden verschiedene islamische Gruppierungen und Strömungen in ihrem historischen und religiösen Kontext dargestellt und ausgewählte Staaten bzw. Regionen de arabischen und islamischen Welt im 20. und 21. Jahrhundert behandelt, um so auch die vielfältigen politischen Entwicklungen zu veran- schaulichen.

Prüfungsleistung: Klausur am Ende des Sommersemesters 2012 (90 Minuten)

 

Institut für Ethnologie

 

Prof. Annegret Nippa

Einführung in die Religionsethnologie bzw. Systematische Ethnologie III: Religion, Ritual, Performanz (V,S)

Vorlesung: Dienstag 15:00-17:00 c.t., HS 10

Seminar 1: Dienstag, 17:00-19:00 c.t., Raum M 102 (Schillerstraße 6)

Seminar 2: Donnerstag, 13:00-15:00 c.t., Raum S 102 (Schillerstraße 6)

In diesem Modul lernen Studierende verschiedene Religionen ken- nen - wie z.B. Animismus, Hochreligionen oder Neo-Paganismus - und beschäftigen sich mit typischen Elementen des religiösen Lebens - wie z.B. Opfern oder Ritualen. Rückblickend auf die Ideenge- schichte der Ethnologie, reflektieren wir über religiöse Praxis und deren Repräsentation in ethnologischen Texten, sowie die Rolle von Nachbarfächern wie Religionswissenschaften und Theologie für die Auseinandersetzung mit religiösen Phänomenen. Anhand neuerer theoretischer Werke wird der Übergang zwischen Ritual und Thea- ter thematisiert und die Bedeutung der performativen Wende für religionsethnologische undkulturwissenschaftliche Theorienbildung erörtert.

 

Institut für Kunstgeschichte

 

Prof. Dr. Nadja Horsch

„Glückselige Einsamkeit!“ Eremiten und Eremitagen in der europäischen Kunst und Kultur der Frühen Neuzeit (S)

Freitag 11:00-13:00 c.t., WMH 5/15

Das einsame, ganz von Askese und Gottessuche geprägte Leben der Einsiedler in den Wüsten Ägyptens oder in den Wäldern und Gebirgen Europas stellt ein teils bis in die Gegenwart wirksames kulturgeschichtliches Faszinosum dar, das auch in Architektur und Bildkünsten auf vielfältige Weise verarbeitet wurde.Bereits seit dem 4. Jahrhundert entstand eine spezifische Anachoretenliteratur, in der die wesentlichen Topoi einer reichen literarischen und ikonographischen Tradition grundgelegt sind. Wesentlich ist das Motiv der 'Andersartigkeit', der Gesellschaftsferne des eremitischen Lebens in der Wildnis, in dem Heiligmäßigkeit und geradezu genrehafte Banalität bisweilen eine bemerkenswerte Symbiose eingehen.

Die gegenüber dem könobitischen Mönchtum weitgehend 'ungeregelte', bis zum Extremismus individuelle christliche Anachorese wurde - von Petrarca bis zur Romantik -

24zudem immer wieder im Sinne eines "asketischen Imperativs" (Geoffrey Harpham) als Modell einer intellektuellen Lebensform rezipiert.

Die hier greifbare Option der mehr oder minder säkularisierten Interpretation des Anachoretentums betrifft auch die Behausung des Einsiedlers, die Eremitage. Diese wurde im Zuge ihrer Adaption in einen profanen Kontext zur Projektionsfläche für eine Vielfalt von

Vorstellungen und zugleich zu einem idealen architektonischen und künstlerischen Experimentierfeld. Dennoch erweist sich der Typus als erstaunlich konstant und lässt eine Reihe von topisch wiederkehrenden funktionalen, gestalterischen und ikonographischen Merkmalen erkennen, die in der Vorlesung behandelt werden sollen. Beispielhaft seien genannt: Variationen zum Thema Einsamkeit, Wildnis und Eremitage, das Thema der "gestörten Form" (Gombrich) und die spezifische Materialität, das Changieren zwischen Frömmigkeit und Profanisierung in der Nutzung, die Eremitage als Staffage der "melancholischen Szene" im Landschaftsgarten.

Einführende Literatur: wird zum Semesterbeginn bekanntgegeben.

 

Historisches Seminar

 

Dr. Marek Wejwoda

Kirche, Klerus und Frömmigkeit vor der Reformation (LÜ)

Dienstag, 15:00-17:00 c.t., GWZ 5.216

Das Lesen, Verstehen, Einordnen und Interpretieren von Quellen und wissen- schaftlicher Literatur ist einerseits eine absolut essentielle und insofern selbstverständliche, andererseits jedoch keineswegs selbsterklärende oder „angeborene“ Kernkompetenz des Historikers. Anliegen des Seminars ist es, diese Kompetenz gezielt zu trainieren, und zwar durch gemeinsame Lektüre von Quellentexten und Aufsätzen aus dem Themenfeld „Kirche, Klerus und Frömmigkeit vor der Reformation“, wobei - soweit möglich - mitteldeutsche Beispiele bevorzugt behandelt werden sollen. Da Kirchengeschichte gerade im Mittelalter immer auch Gesellschafts-, Mentalitäts- und Verfassungs- geschichte ist, soll das Seminar auch dazu dienen, grundlegende Kenntnisse über Aufbau und Organisation der Kirche sowie über die spätmittelalterliche Lebenswelt und Mentalität überhaupt zu vermitteln. Ohnehin berührt das Thema natürlich auch die Frage nach den Ursachen der Reformation. Da es sich bei den Quellen vornehmlich um unübersetzte mittellateinische (seltener um mittel- oder frühneuhochdeutsche) Texte handeln wird, sind zumindest Grundkenntnisse des Lateinischen erforderlich. Eine sinnvolle Teilnahme setzt sicherlich Kenntnisse im Umfang von mindestens einem Semester der universitären Lateinkurse voraus. Insofern richtet sich der Kurs eher an schon etwas fortgeschrittene B.A.-Studenten. Andererseits sei auch betont, dass die Quellentexte vor allem aus dem Bereich pragmatischer Alltagsschriftlichkeit bzw. der weltlichen und kirchlichen Administration stammen werden (z. B. Visitationsprotokolle, Synodalstatuten, Akten geistlicher Gerichte, Stiftungsurkunden usw.) und syntaktisch und grammatisch wesentlich einfacher konstruiert sind als die Zeugnisse klassischer antiker Rhetorik, mit denen man es üblicherweise im Lateinunterricht zu tun hat. Zudem wird hoffentlich die gemeinsame Lektüre im Seminar eventuelle Lücken schließen und die Sprachkompetenz verbessern helfen. Im Anschluss daran wird außerdem auf „moodle“ jeweils eine Übersetzung zur Verfügung stehen, die ein Nacharbeiten der Seminarsitzungen erleichtern wird.

Literatur: Borgolte, Michael, Die Mittelalterliche Kirche (Enzyklopädie deutscher Geschichte 17), München 1992; Meuthen, Erich, Das 15. Jahrhundert (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 9), 4. Aufl., überarb. von Claudia Märtl, München 2006; Boockmann, Hartmut/Dormeier, Heinrich, Konzilien, Kirchen- und Reichsreform (1410-1495), in: Gebhardt, Handbuch der Deutschen Geschichte. 10. Auflage, Bd. 8, Stuttgart 2005.

Prüfungsleistung: Eine Hausarbeit zu einem möglichst selbständig entwickelten Thema aus dem Themenfeld des Seminars. Für Rückfragen steht der Dozent unter wejwoda@uni-leipzig.de zur Verfügung.

 

Alexander Sembdner M.A.

Stadt und Kirche im Mittelalter am Beispiel Naumburgs a. d. Saale (S)

Mo, 13:00-15:00 c.t., GWZ 4.216

„Stadt und Kirche“, das sind zwei thematische Schwergewichte der Mediävistik. Zum einen konzentrierten und verdichteten sich in der mittelalterlichen Stadt Phänomene unterschiedlichster Art, die uns zum Verständnis einer für uns weit entrückten Zeit und ihrer Gesellschaft dienen. Zum anderen war eben diese mittelalterliche Gesellschaft untrennbar mit „der Kirche“ verflochten, eine Existenz ohne dieselbe war für die Menschen des Mittelalters schlicht undenkbar und nicht möglich. Das Seminar wird sich anhand des Beispiels der Stadt Naumburg a. d. Saale (bekannt durch die berühmten Stifterfiguren) und ihrer geistlichen Institutionen mit den unterschiedlichen Phänomenen und Problemen der mittelalterlichen Stadt- und Kirchengeschichte (z. B. Besitz- und Wirtschaftsverhältnisse, politisch- herrschaftliche Beziehungen, Recht und Gerichtsbarkeit, aber auch religiöses Leben, Pfarr- und Hospitalwesen, Kirchenbau- und Finanzierung etc.) und deren Verflechtungen miteinander beschäftigen und diese anhand ausgewählter Quellenbeispiele den Teilnehmern nahe bringen. Dabei soll auch der Umgang mit den verschiedenen Quellengattungen geübt werden, die Quellen gelesen, eingeordnet, wissenschaftlich interpretiert und kritisch reflektiert werden.

Ein Teil der Seminarveranstaltungen wird sich also auch der Lektüre und Diskussion ausgewählter Quellen widmen, die Bereitschaft, sich auf Latein und Mittelhochdeutsch einzulassen, ist daher Teilnahme-voraussetzung, bereits vorhandene Kenntnisse sind von Vorteil. Zudem wird in Referaten und Hausarbeiten die Möglichkeit geboten, sich Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens anzueignen und diese einzuüben.

Literatur: Isenmann, Eberhard, Die deutsche Stadt im Spätmittelalter 1250-1500. Stadtgestalt, Recht, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, Köln u. a. 2. Aufl., 2012; Boockmann, Hartmut, Die deutsche Stadt im späten Mittelalter, München 2. durchges. Aufl., 1987; Borgolte, Michael, Die Mittelalterliche Kirche (Enzyklopädie deutscher Geschichte 17), München 1992; Bünz, Enno, Klerus und Bürger. Die Bedeutung der Kirche für die Identität deutscher Städte im Spätmittelalter, in: Giorgio Chittolini und Peter Johanek (Hg.), Aspekte und Komponenten der städtischen Identität in Italien und Deutschland (14.-16. Jahrhundert), Bologna/Berlin 2003, S. 351-388; Schlesinger, Walter, Kirchengeschichte Sachsens im Mittelalter. Bd. 2: Das Zeitalter der Deutschen Ostsiedlung (1100-1300) (Mitteldeutsche Forschungen 27,2), Köln/Graz 1962, bes. S. 180-183, 195-197, 402-404, 469-474, 551-553; Wiessner, Heinz, Das Bistum Naumburg. Bd.1: Die Diözese (Germania Sacra 35,1), Berlin/New York 1997, bes. Kap. 3; Ders., Die Anfänge der Stadt Naumburg an der Saale und ihre Entwicklung im Mittelalter, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 127 (1991), S. 115-143.

Ausdrücklich sei auch auf die in der Beschreibung des von Herrn Dr. Marek Wejwoda angebotenen Seminars „Städtische Lebenswelten des 15. Jahrhunderts im Spiegel von Rechtstexten“ zu findenden paläographischen Lehrmittel hingewiesen!

 

Ägyptologisches Institut

 

A. Grams & K. Mülsow

Ahnenkult im Alten Ägypten Montag

13:00-15:00 c.t.,  Grimmaische Str. 12., SR 16

 

Altorientalisches Institut

 

Dr. Cinzia Pappi

Das Atramhass Epos: die älteste Schöpfungs- und Sintflutgeschichte des alten Orients (S)

Mo. 15:00 – 17:00 c.t., Beginn 14.10. KHH 601

Das Epos von Atramḫasīs zählt zu den bekanntesten Epen der mesopotamischen Geschichte. Der Text erzählt von der Urgeschichte der Welt, "als die Götter Menschen waren," von der Schöpfung der Menschen und der großen Sintflut. Vertreter sind von der altbabylonischen bis zur hellenistischen Zeit überliefert. Im Seminar werden ausgewählte Passagen gelesen, Schwerpunkt dabei ist die altbabylonische Fassung. Dazu werden auch neu publizierte Vertreter und spätere Überlieferungen des Erzählstoffs verglichen und kulturhistorisch besprochen.

 

 

M.A.-Veranstaltungen

 

 

Religionswissenschaftliches Institut

 

Das umfangreiche Lehrangebot des Religionswissenschaftlichen Instituts findet sich unter:

http://www.gko.uni-leipzig.de/religionswissenschaftliches-institut/studium/vorlesungsverzeichnisse.html

 

Theologische Fakultät

 

Das umfangreiche Lehrangebot der Theologischen Fakultät findet sich unter:

http://www.uni-leipzig.de/~theopr/kvv/pdf/KVV-13-14.pdf

 

Institut für Musikwissenschaft

 

Helmut Loos, Bernd Franke, Christian Lehnert u. a.

Perspektiven der Kirchenmusik. Neue Werke in theologischer, liturgischer und musikwissenschaftlicher Analyse (S)

Mittwoch, 15.30–17.00 s.t., SK-302

Die Kirchenmusik steht heute vor großen Herausforderungen und in vielfältigen Spannungen. Unterschiedliche kulturelle Milieus in den Gemeinden und disparate liturgische Entwicklungen fordern Kirchenmusiker und Theologen gleichermaßen zu hoher Sensibilität und künstlerischer Kompetenz. Kirchenmusikalische Werke der Gegenwart betreten oftmals sprachliches, musikalisches und theologisches Neuland, sie erkunden neue religiöse Ausdrucksformen. Zusammen mit Studierenden der Musikwissenschaft analysieren wir neue Kompositionen. Welche Transformationen religiösen Bewusstseins in der Gegenwart spiegeln sich darin? Wie werden die Traditionen aufgenommen? Wie findet Glauben einen zeitgemäßen Ausdruck?

Seminar in Kooperation mit dem Liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD

 

 

Institut für Sinologie

 

Prof. Philip Clart, Prof. Cao Xinyu

Kultur & Gesellschaft Chinas in historischer Perspektive (S, Ü)

„Popular Religious Movements in Late Imperial China“

Unterrichtssprache: Englisch

Mi. 11:00-13:00 c.t., Schiller S 202; Mi. 15:00-17:00 c.t. Schiller M 104

 

Prof. Philip Clart, Prof. Cao Xinyu (Renmin University of China)

Popular Religious Movements in Late Imperial China (S, LÜ)

Mittwoch 11:00 am–13:00 c.t., Schillerstr.6, S202 (seminar) Wed, 3:15–4:45 pm, Schillerstr.6, M104 (reading class)

The course introduces textual and historical/anthropological approaches to popular religious experience with a focus on religious sects in Northern China such as Hongyangjiao 弘陽教 (the “Grand Sun Teaching”) and Huangtiandao 黃天道 (the Yellow Heaven Way). As a “thick description” of folk documentation of the popular religious movements in late imperial China, this course is designed to help students better understand the sources in the context through newly discovered scriptures and manuscripts of sectarian religions. We will begin with the heatedly debated issues, of the Ming-Qing popular religious movements’ “connection” with Manichaeism, Zoroastrianism, and Pure Land Buddhism, and then move into more specific topics such as astrology and calendar studies in the sectarian scriptures. This course concentrates on sample readings of different genres of popular religious literatures in specific historical contexts. So the journey through the folk documentation will also include stories of confessions found in the imperial memorials, rebellions, folklores, rural operas, oral histories, and case studies of village lineages and local politics in historical transitions. Both the structure and the dynamics of the popular religious movements will be discussed in the light of new studies.

Requirements:A seminar seeks to address its chosen topic not primarily by means of lectures, but in a roundtable approach with input by all participants. This requires first of all regular participation, which in turn means not just physical presence, but careful preparation of and active intellectual engagement with the course materials. In addition to the general readings assigned to the whole group, each participant will choose several additional readings and give brief Powerpoint presentations on them throughout the semester. By the end of the semester, each participant wishing to receive credit for the class will submit a term paper of at least 6000 words; its topic can be chosen by the student, but one needs to be approved by the principal instructor. One session will be devoted to student presentationson their paper topics. An outline of the term paper is due on December 18. The reading class requires careful preparation of the assigned Chinese texts. Obviously, basic reading competence in both classical and modern Chinese is required. Participants without Chinese language skills, who want to earn credit for this module, can replace the reading class with an independent reading programme to be agreed upon with the principal instructor. All readings and course materials will be made accessible via the Moodle platform. •     The language of instruction and discussion will be English; the term paper can be submitted in English, German, or French.

 

 

Ägyptologisches Institut

 

Dr. F. Naether, Dr. A. Cappel

Exotisch, abartig und tiefreligiös? Griechisch-römische Vorstellungen von Ägypten (Ü, S)

Dienstag, 13:00-15:00 c.t.

Exotisch, abartig und tiefreligiös? Griechisch-römische Vorstellungen von Ägypten (Ü, S)

Freitag.-Samstag. 22.-23.11.; 13.-14.12.,  10:00-17:30 Uhr

ab 15.10.- 26.11. SO

Übung und Seminar werden sich mit Quellen über Ägypten in griechisch-römischer Zeit befassen (ca. 4. Jhd. v. Chr. bis 7. Jhd. n. Chr.). Im Fokus stehen Text- und Bildquellen, die in Archiv- en tradiert, in Museen aufbewahrt und in Ausgrabungen entdeckt worden sind – vom historiogra- phischen Bericht zum Tonlämpchen, vom Nil-Relief bis zum Anti-Kleopatra-Gedicht. Diese Quellen sind selten Teil des akademischen Unterrichts, aber Grundlage für die Beschäftigung mit dieser ereignisreichen Epoche der Antike. Texte und Themen können wir im E-Learning-Portal „Moodle“ einstellen.

Folgende Themenkomplexe werden betrachtet: Themenkomplex I: Vorstellungen vom Land am Nil Themenkomplex II: Das heilige Ägypten – Isis, Sarapis, holy men Themenkomplex III: Exotisch und abartig – Ägypten als Feind- und Gegenbild Themenkomplex IV: Christlich versus heidnisch

 

Altorientalisches Institut

 

Dr. Cinzia Pappi

Das Atramhass Epos: die älteste Schöpfungs- und Sintflutgeschichte des alten Orients (S)

Montag 15:00 – 17:00 c.t., Beginn 14.10. KHH 601

Das Epos von Atramḫasīs zählt zu den bekanntesten Epen der mesopotamischen Geschichte. Der Text erzählt von der Urgeschichte der Welt, "als die Götter Menschen waren," von der Schöpfung der Menschen und der großen Sintflut. Vertreter sind von der altbabylonischen bis zur hellenistischen Zeit überliefert. Im Seminar werden ausgewählte Passagen gelesen, Schwerpunkt dabei ist die altbabylonische Fassung. Dazu werden auch neu publizierte Vertreter und spätere Überlieferungen des Erzählstoffs verglichen und kulturhistorisch besprochen.

 

Institut für Anglistik

 

Prof. Elmar Schenkel

Wissenschaft und Literatur I: Immortality (S)

Donnerstag 15:00-17:00 c.t., Seminargebäude S 322 

Ever since humans became conscious of death, they have tried to overcome this most fundamental problem. Thoughts of immortality offer a relief and a hope and the ways to attain it are manifold: monuments and memories serve a virtual survival while elixirs, magical plants and drinks or even a Caucasian health diet may turn one into an eternal being. There is also hope to be found in reincarnation as well as mummification. Or what about refrigerators in which you can survive a couple of centuries and re-awake amidst aliens? Alchemy and magic, science and religion know where to find help! In this class we want to look at literary works (and maybe also paintings and music) which give a revealing picture of this human predicament – for how detrimental would it be for this world if people were never to die? Jonathan Swift knew this and wrote about the country of the Struldbruggs. The literary sources reach back to the Sumerian epic of Gilgamesh (2000 B.C.) and range from texts on alchemy and magical potions to science fiction and children’s literature.

Empfohlene Vorbereitung: Lucian Boia, Forever Young. A Cultural History of Longevity. Stephen Cave, Immortality: The Quest to Live Forever and How It Drives Civilization. Mark Benecke, Memento Mori. Der Traum vom ewigen Leben.

Most texts will be put on moodle. Please buy: The Gilgamesh Epic, Penguin Classics, Jonathan Swift, Gulliver’s Travels and Natalie Babbitt, Everlasting Tuck.

Prüfung: Projektarbeit (wahlweise in diesem Seminar oder im Seminar 2102-2)

 

 

Legende:

V: Vorlesung

S: Seminar

LÜ: Lektüreübung

Ü: Übung

PS: Proseminar

HS: Hauptseminar

OS: Oberseminar

BS: Blockseminar

letzte Änderung: 19.09.2017

Kontaktinformation

Centre for the Study of Religion
Schillerstraße 6
04109 Leipzig

Sprecher:
Prof. Dr. Christoph Kleine

E-Mail

Koordination und Information
Dr. Bernadett Bigalke

E-Mail