Wintersemester 2014/15

Wintersemester 2014/15

 

Religionswissenschaftliches Institut

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Theologische Fakultät

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Altorientalisches Institut

M. P. Streck

Die Sintflutgeschichte in Mesopotamien und in der Bibel (V)

Di, 07. Oktober 2014, 10:00 Uhr, Hörsaalgebäude am Augustusplatz, Hörsaal 14.



M. P. Streck

„Als die Götter Mensch waren“: Die Literatur der Babylonier und Assyrer (V)

Mi, 11:15 Uhr, HSG, HS 13.

Die Literatur der Babylonier und Assyrer gehört zu den ältesten der Welt. Überliefert in
Keilschrift auf Tontafeln, enthält sie Mythen und Epen, Hymnen und Gebete, Liebeslieder,
Beschwörungen, Humoresk
en, Sprichwörter und viele andere Textgattungen. Jede
Vorlesungsstunde stellt in Übersetzung einen ausgewählten literarischen Text oder eine
Textgattung vor. Besprochen werden auch die historische Entwicklung der babylonisch-assyrischen Literatur,
Fragen der Gattungseinteilung, Autorenschaft, Bibliotheken und Stilmittel.



S. Herbordt/ C. Pappi

Religion und Literatur des Alten Orients (S)

Mi,  12:15 Uhr, HSG, HS 13.

Das Seminar behandelt in seinem kulturhistorischen Teil die Götterwelt des Alten Orients
nacharchäologischen Quellen. Schwerpunkte liegen sowohl bei den Darstellungen der
Hauptgötter und deren Ikonographie in der Bildkunst als auch in der sakralen Architektur. Der
Zeitraum umfasst das 3.-1. Jahrtausend v. Chr. in Babylonien, Assyrien und im hethitischen Anatolien.



M. P. Streck

Die Sintfluterzählung im Gilgameschepos (LÜ)

Zeit nach Vereinbarung,Altorientalisches Institut, Krochhochhaus 6. Stock, 601.

Das Gilgameschepos ist einer der bekanntesten literarischen Texte des Alten Orients. Wir
lesen die XI. Tafel, in der der berühmte Sintflutbericht enthalten ist, der mit dem
entsprechenden Bericht der Bibel enge Parallelen besitzt.



C. Pappi

Assyrische Prophetien (LÜ)

Do, 9:15 Uhr.
 
Prophetien stellen eine Form göttlich-menschlicher Kommunikation dar. Die Texte
überliefern eine direkte Anrede einer Gottheit, meistens Ištar von Arbela, an eine spezifische
Person, bzw. den König oder ein Mitglied der königlichen Familie. Im Seminar werden
Struktur, Inhalt und kultureller Kontext der Prophetien der Zeit Asarhaddon und Assurbanipalbehandelt.




Historisches Seminar

M. Rücker

Mythos und Magie in Griechenland (S)

Do, 15: 15 Uhr, SG SR 328.

Magie war in der griechischen Antike deutlich mehr als das Herstellen von Giften, das
Aussprechen von Verfluchungen oder die Vorhersage der Zukunft. Die Grenzen zu Mythos/ Religion und
Wissenschaft(z.B. Medizin) waren fließend, magische Aktivitäten kennen wir von Göttern, aber auch
aus dem Bereich der Mythologie, wie bspw. dem Trojanischen Sagenkreis oder der Argonautensage.
Gefragt werden soll daher nach den Möglichkeiten, Magie sowie deren Akteure (Götter/
Hexer/Hexen/Wahrsager/Giftmischer etc.) und Ressourcen (Gifte/Zaubersprüche/Traumdeutung etc.)
zu definieren und von anderen Gebieten abzugrenzen. Hierzu werden auch verschiedene theoretische
Konzepte herangezogen. Untersucht werden sollen außerdem die vielfältigen Einsatzgebiete magischer
Mittel. Hierzu gehören über den Schadenszauber hinaus auch die Verwendung vonpharmaka
in derHeilkunst oder auch die Verwendung einzelner Stoffe in der Ernährung(slehre), der Kosmetik oder
Malerei.



J. Deventer

Jüdische Studien heute. Aktuelle Forschungsthemen und methodische Herausforderungen (S)

Do, 17:15 Uhr (vierzehntäglich), Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28.

Als originär transdisziplinäres Fach sind die jüdischen Studien durch eine
zunehmende Ausdifferenzierung im Hinblick auf thematische und methodische Zugänge
gekennzeichnet. Das Forschungskolloquium im Wintersemester 2014/2015 stellt aktuelleForschungsfelder und
Ansätze in den Geschichts-, Literatur-und Kulturwissenschaften zur Erforschungder jüdischen Geschichte
und Kultur in der Moderne vor. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei solchen
Vorhaben, die Perspektiven aufzeigen im Hinblick auf die Integration der jüdischen Geschichte inallgemeine
kultur- und gesellschaftshistorische Zusammenhänge.



S. Natkovich

Without a Label: Jewish Literatures and the Invention of Modern Jewish Self in 19th-Century Russia (S)

Di, 11:15 Uhr, Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28.

How one comes to comprehend and mediate himself in the society that does not
presupposes his existence as an autonomous dignified subject? Following the partitions of Poland
atthe end of the 18th century, a substantial Jewish population was incorporated into the Russian Empire.
A clash between the modernity, the orthodox traditional Jewish communities, and an ever-changing
and discriminating policy of an autocratic Imperial power molded a small group of modernized andindividualized
intelligentsia–the Maskilim. Through their literature and life theMaskilimfashioned new models of a modern Jewish existence.
Paradoxically, their literature was written in the languages and according to literary models that weren't adjusted to convey
the story of Jewish modernity. During the course, through the detailed analysis of the literature and of existential
conditions of Russian-Jewish Maskilim in the mid-19th century, we will discuss the dynamic of modern self-fashioning and the role
ofliterature in this process.



J. Deventer

Grundbegriffe jüdischer Geschichte. Themen und Zugänge (18.–20.Jh.).

Fr. 11.15 Uhr, Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28.

Mit der Etablierung der deutschsprachigen Wissenschaft des Judentums im 19.Jahrhundert bildeten sich neue und durchaus verschiedene
wissenschaftliche Zugänge zur jüdischen Geschichte aus. Die Lehrveranstaltung behandelt anhand grundlegender Begrifflichkeiten,
auch im Vergleich mit Fragen der allgemeinen Geschichtsschreibung, zentrale Themen undPerspektiven der jüdischen Geschichte und Kultur
seit der Vormoderne. Dazu werden wichtigeReferenztexte der jüdischen Historiografie, aber auch Lexika, Enzyklopädien und Zeitschriften
herangezogen.




Institut für Kunstgeschichte

N.N.

Die Ikone–Medium der Offenbarung (V)

Di, 9:00 Uhr, WMH 5/15.


In der orthodoxen Bildtheologie werden Ikonen nicht nur als Abbilder der Heiligen, sondern
vielmehr als ihre „Erscheinung“ im Bild aufgefasst. Die Ikone avanciert somit zum Medium
der göttlichen Offenbarung und Realpräsenz, das im engsten Kontakt mit der sakralen
Sphäre steht. In der Vorlesung werden die Anfänge der Ikonenmalerei als Mumienbilder, ihre
Weiterentwicklung in berühmten Ikonenschulen, ihre Rolle im Streit zwischen Ikonodulen und
Ikonoklasten bis hin zu ihrer Konfrontation mit der Porträtmalerei und ihrer Rezeption in der
Avantgarde(Malevics„Schwarzes Quadratauf weißem Grund“) verfolgt.Vorgestelltwerden die Technik
der Ikonenmalerei, die Ausprägung der wichtigsten ikonographischen Typen sowie ihr Aufbau im
Kirchenraum und ihre Rolle im orthodoxen Ritus. Anders als das abendändische Bild, das sich seit
der Renaissance als autonomes Kunstwerk von seiner kultischen Funktion befreite, blieb die Ikone
an Kult und religiöse Funktion gebunden. Im Westen erhielt sie gerade deswegen oft den Status eines
wundertätigen Bildes. Auch der Ikonenkünstler erreichte nie den Status eines autonomen Schöpfers,
sondern blieb der asketischen Tradition des Maler-Mönchs, des Mediators des Göttlichen verpflichtet.
Schließlich werden in der Veranstaltung auch einige russische Filme vorgestellt, in denen
Ikonen und Ikonenmaler als Inbegriff des Glaubens thematisiert werden, wie etwa AndrejTarkovskijs
Andrej Rublëv.




Institut für Musikwissenschaft

W. Enßlin

Kirchenmusik und Oper zwischen 1740 und 1790.
Die vier 1714 geborenen Komponisten G. A. Homilius, C. P. E. Bach, C. W. Gluck und N. Jommelli (S)

Mi, 9:15 Uhr, SK-302.

Das Seminar ist den vier 1714 geborenen Komponisten Homilius, C. P. E. Bach, Gluck und Jommelli gewidmet.
Mit der geistlichen und weltlichen Vokalmusik als Untersuchungsgegenständen stehen zwei zent-
rale Musikbereiche in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Zentrum. An ausgewählten Werken wird exemplarisch
der Wandel in der protestantischen Kirchenmusik (Homiliusund Bach) und dem italienischen Dramma per musica (Gluck und Jommelli)
zwischen 1750 und 1790 eingehender behandelt. Neben der Einführung in die musikalische Analyse werden Aspekte wie Quellenphilologie
(Quellenbeschreibung, Umgang mit handschriftlichen Quellen), Fassungsfragen, verschiedene Definitionen des Werkbegriffes
und die Konsequenzen für die Erstellung von Werkverzeichnissen, italienische Metrik im Zusammenhang mit dem Verhältnis zwischen
textlicher Vorgabe und musikalischer Umsetzung eine Rolle spielen.Grundkenntnisse in der italienischen Sprache sind nicht zwingend
erforderlich (es werden Werke behandelt, zu denen es deutsche Übersetzungengibt), jedoch wird die Bereitschaft erwartet, sich gemeinsam
ein Basiswissen im Bereich der italienischen Metrik zu erarbeiten.
Im Rahmen dieses Seminars wird jeder Teilnehmer auch direkten Kontakt zu handschriftlichen, z.T. sogar autographen Quellen bekommen.



S. Wünsche

Passionsvertonungen des 16. bis 18. Jahrhunderts (S)

Fr, 11:15 Uhr, SK-302.

Mitten im Wintersemester liegt das Weihnachtsfest, an dem Christen die Geburt Jesu feiern. Das Seminar bildet dazu einen Gegenpol:
Wir beschäftigen uns mit Vokalmusik zur vorösterlichen Passionszeit. Die Historia des Leidens und Sterbens unsers Herrn und Heilandes
Jesu Christi (so bei Heinrich Schütz) ist vordergründig eine Geschichte von Verrat, Schuld, Schmerz und Tod, birgt aber schon die Hoffnung
auf die Auferstehung in sich. Der von den vier Evangelisten überlieferte Passionsbericht ist wegen seiner zentralen Stellung im Kirchenjahr
– und vielleichtauch wegen seiner Drastik und starken Bildlichkeit– bis heute Gegenstand zahlreicher Werke der Musik, bildenden Kunst und
Literatur.Das Seminar konzentriert sich auf die evangelische deutschsprachigePassionsmusik von der Reformation bis etwa zur Mitte des
18. Jahrhun-derts. In einführenden Sitzungen werden die Passionshistorie und dieälteren Traditionen ihres Vortrags sowie verschiedene
Kategorisierungsansätze anhand musikalischer Merkmale und Textgestalt besprochen. Im Zentrum des Seminars stehen Werke mit und ohne
Instrumentalbegleitung u. a. von Johann Walter, Thomas Selle, Heinrich Schütz, J. S. Bachund Carl Heinrich Graun in ihrem gattungs-und geistes
geschichtlichen Kontext. Die Veranstaltung schließt mit einer benoteten Hausarbeit ab. Prüfungsvorleistung ist ein Referat in einer Seminarsitzung.
Referatsthemen und -termine werden spätestens in der ersten Sitzung vergeben. Wer sichvorher persönlich oder per Mail anmeldet und verbindlich ein Thema
übernimmt, sichert sich einen Platz im Seminar. Zur Vorbereitung auf die erste Sitzung lesen Sie bitte im Neuen Testament Matthäus 26–27, Markus 14–15,
Lukas 22–23 und Johannes 18–19.



B. Leßmann

Choralbearbeitung im 16. und 17. Jahrhundert (S)

Mi, 11:15 Uhr, SK-302.

Die Verarbeitung von Chorälen stellt zweifelsohne eine der wichtigsten kompositorischen Traditionen in der Geschichte der geistlichen Musik
dar. Das Seminar nimmt mit dem 16. und 17. Jahrhundert einen Zeitraum in den Blick, in dem die Choralbearbeitung vielfältigen Umbrüchen un-
terliegt und verschiedenste Ausformungen annimmt, von der Cantusfirmus-Messe bis zum Choralkonzert.
Es sollen sowohl Bezugnahmenauf den gregorianischen Choral untersucht werden, wie sie vor allem auf katholischer Seite gepflegt werden, als auch Werke
der protestantischen Musik, in der die Choralbearbeitung auf Basis des deutschsprachigen lutherischen Chorals lange Zeit fortgeführt wird. Die Choralbearbeitung
erweist sich dabei als ein Seismograph, an dem sich nicht zuletzt auch Tendenzen stilistischen Wandels (etwa zwischen „Renaissance“ und „Barock“)
ablesen lassen. Der Schwerpunkt des Seminars wird auf der vokalen Choralbearbeitung liegen, doch auch Instrumentalwerke, insbesondere Choralvorspiele für Orgel,
werden berücksichtigt. Ausblicke auf die Geschichte der Choralbearbeitung nach 1700 runden die Lehrveranstaltung ab.




Institut für Philosophie

P. Grönert

Transzendentale Argumen (Ü)

Di, 19:15 Uhr,  SG 32.

Im letzten Semester haben wir uns mit klassischen Beispielen für transzendentale Argumente befasst,insbesondere aus Kants Kritik der reinen Vernunft
und Strawsons Individuals,um uns ihre spezifische Form klarzumachen. In diesem Semester wollen wir uns nun mit der durch Strouds und Körners Beitrag
ausgelösten Meta-Diskussion über die Grenzen und Bedingungen der Gültigkeit transzendentaler Argumente befassen.



T. Wendt

Wissen und Glauben. Zur Geschichte und Systematik eines Grundproblems der Philosophie - das 19. Jahrhundert. (S)

Di, 9:15 Uhr, SG 326.

Die Transzendentalphilosophie I. Kants ist in ihrer erkenntnistheoretischen Gestalt zunächst mit der Absicht entwickelt worden, das Wissen vom Glauben
zu scheiden.Oft wurde und wird immer noch der Kant selbst geläufige Umstand verkannt, dass dieses Problem und seine systematische Lösung nur ein – wenn
auch wichtiger - Baustein im Gesamtgebäude der Philosophie ist, die nach den Bedingungen der Möglichkeit des Menschseins überhaupt fragt.
Die Teilnehmer an diesem Seminar werden deshalb mit wichtigen philosophiegeschichtlichen, theoretischen Standpunkten zum Verhältnis von Wissen und Glauben
konfrontiert, um dann deren systematischen Konsequenzen für die Beantwortung der Frage, was der Mensch ist, zu prüfen.
Dabei interessieren in diesem Wintersemester ausgewählte Philosopheme des 19. Jahrhunderts (Schelling, Junghegelianer, Feuerbach).
Der Lehrende wird die systematische These vertreten, dass nur der glaubende Mensch ein freier Mensch sein kann, er wird auch zu zeigen versuchen, dass die
nachklassische Philosophie hinter erreichtetheoretische Positionen der klassischen Epoche zurückfällt.
Die Bereitschaft zur Übernahme von Seminarvorträgen wird erwartet.



W. Gobsch

Kant: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. (S)

Do, 13:15 Uhr, SG 320.

In Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft entwickelt Kant die Konsequenzen seiner Moralphilosophie für die Religion. Er charakterisiert den
Menschen als ein Wesen, in dem die ursprüngliche Anlage zum Guten mit einem Hang zum Bösen konkurriert, bestimmt Gott, Freiheit und Unsterblichkeit der Seele
als unbeweisbare aber notwendige Vernunftideen und reflektiert auf den Begriff der Kirche und auf verschiedene Aspekte religiöser Praxis.
Wir werden das Werk gemeinsam durcharbeiten. Vertrautheit mit Kants praktischer Philosophie wird vorausgesetzt.



P. Heuer

Thomas v. Aquin: Glaubenstugenden. (S)

Fr, 11:15 Uhr, SG 42.

Wie schon in den anderen Bereichen der Philosophie hat Thomas es sich auch in der Ethik zur Aufgabe gemacht aristotelisches und christliches Denken zu
verbinden, und zwar so, dass die christliche Lehre sich als Vollendung der aristotelischen darstellt. Deshalb ergänzt er den von Aristoteles aufgestellten
Tugendkanon um die drei Glaubenstugenden: Glaube, Liebe und Hoffnung.
Im Seminar wollen wir uns Thomas’ Tugendlehre ansehen und dabei den Schwerpunkt auf die Erforschung der Glaubenstugenden legen. Fragen, die es zu beantworten gilt,
sind: Was sind Glaubenstugenden? In welchem Verhältnis stehen sie untereinander und zu den anderen Tugenden?
Welche Aufgabe haben sie für die Ausbildung des menschlichen Habitus? Welche Rolle spielen sie in der Ethik?




Kulturwissenschaften

G. Pickel/ C. Kleine

Einführung in die Forschung zu Religion(en). Interdisziplinäre Perspektiven. (V)

Di, 17:15 Uhr.

Diese interdisziplinäre Ringvorlesung soll einen Überblick über die Vielfalt der Religionen und ihrer
Erforschung geben und spezifische systematische Aspekte der Religionsforschung aus unterschiedlichen fachlichen
Perspektiven thematisieren. Dabei wird bewusst ein breiter Zugang zur Thematik gewählt, welcher den Studierenden Einblicke
in unterschiedliche religiöse Traditionen und deren Auslegungen gibt, aber auch die religiöse Gegenwartskultur anspricht und
diverse methodische Zugänge zum Forschungsfeld „Religion“ vorstellt.
Bei der Vorlesung handelt es sich um eine Veranstaltung des Centres for the Study of Religion (CSR)
und wird gemeinsam von der Theologischen Fakultät sowie dem Religionswissenschaftlichen Institut organisiert.



G. Pickel

Rückkehr des Religiösen oder Säkularisierung? Religion in modernen Gesellschaften. (V)

Di, 9:15 Uhr. Ort wird noch bekannt gegeben.

Die religiöse Entwicklung in der Moderne ist vielschichtig. Dies wird schnell daran deutlich, dass
Aussagen über einen Fortgang der Säkularisierung Aussagen über eine „Rückkehr des Religiösen oder
der Religionen“ gegenüberstehen. In der Vorlesung werden verschiedene Konzepte zur Beurteilung
der gegenwärtigen religiösen Situation und ihrer Entwicklung vorgestellt. Die behandelten Themen
umfassen die Bedeutung der Zivilgesellschaft für Religion, den religiösen Wertewandel aber auch die
Auswirkungen religiöser Pluralisierung auf die Gesellschaft.



G. Pickel/K. Fitschen

Historische Säkularisierung und Protestantismus in der Diaspora? Tschechiens Religion. (S)

Zeit und Ort werden noch bekannt gegeben.

Häufig wird von Ostdeutschland als der atheistischen Region der Welt gesprochen. Weniger häufig
wird die Tschechische Republik, in welcher kaum mehr ein Drittel der Bürger Mitglied einer Kirche ist,
in diesem Zusammenhang erwähnt. Vor allem historische Gründe sind für die heutige Situation
verantwortlich. Gleichzeitig sind weitere Säkularisierungstendenzen zu erkennen, die auch die in einer
Diaspora-Situation befindlichen protestantischen Kirchen treffen. Ziel des Seminars ist es die Situation
der Religion, speziell des Protestantismus in der Tschechischen Republik besser zu verstehen. Hierzu
wird Ende Oktober eine Exkursion nach Prag stattfinden, welche den Kern des Seminars ausmacht.



G. Pickel

Mitgliederschwund, Konfessionslosigkeit, Glaubenserosion?
Aktuelle Befunde zur Religiosität in Deutschland

Mo, 15:15 Uhr. Ort wird noch bekannt gegeben.

Hinsichtlich der Entwicklung des Religiösen in Deutschland stehen sich vor allem zwei Positionen
gegenüber: Zum einen die einer voranschreitenden Säkularisierung, zum anderen die einer
Wiederkehr des Religiösen und der Religionen. Beide Perspektiven sollen mit Blick auf neuere
Forschungsergebnisse diskutiert werden. Dies umfasst die Ergebnisse des Bertelsmann
Religionsmonitors 2013 wie auch der V. Mitgliedschaftsuntersuchung der Evangelischen Kirche in
Deutschland.




Orientalisches Institut

M. Hakenberg

Gesellschaft und Religion in der arabischen Welt (S)

Mi, 15:00 Uhr, S 102.

Das Seminar bietet einen Überblick über die islamische Geschichte, grundlegende Glaubensinhalte des Islam und Formen
des religiösen Lebens. Daran anknüpfend werden verschiedene islamische Gruppierungen und Strömungen in ihrem historischen
und religiösen Kontext dargestellt und ausgewählte Staaten bzw. Regionen der arabischen und islamischen Welt im 20.und 21.Jahrhundert
behandelt, um so auch die vielfältigen politischen Entwicklungen zu veranschaulichen.



H.-G. Ebert

Die islamische Rechtsquellenlehre (S)

Mi, 09:00 Uhr, M 204.

Die islamische Rechtsquellenlehre bildet die Grundlage für das Verständnis des Islamischen Rechts. Aufbauend auf den im Bachelorstudiengang
erworbenen Kenntnissen zur sharî’a soll die Lehrveranstaltung das System der Quellen und Methoden des Rechts untersuchen.
Zunächst steht die historische Formierung der Rechtsquellenlehre im Mittelpunkt. Unter Bezugnahme auf ash-Shâfi’î (gest. 820) werden diesbezügliche
Auffassungen muslimischer Gelehrter beleuchtet. Das Seminar beschäftigt sich mit den einzelnen Elementen der Rechtsquellen-
lehre und arbeitet die Besonderheiten der sunnitischen und schiitischen Lehre heraus. Neben den „klassischen“ Theorien zu den usûl al-fiqh sollen
„moderne“ Lehrmeinungen behandeltwerden. Die Teilnahme an der Lehrveranstaltung setzt gute Arabisch-Kenntnisse voraus.



H.-G. Ebert

Ritualpflichten, Kalender und Festkreis der Muslime aus rechtlicher Sicht (Ko)

Mi, 11:00 Uhr, M 204.

Im Mittelpunkt des Kolloquiums stehen islamisch-rechtliche Normen aus Koran und Sunna in Bezug auf die Ritualpflichten, den Kalender und den Festkreis der Muslime.
Zunächst geht es um die einzelnen rechtlich-relevanten Elemente hinsichtlich der Reinheit, des Gebets, des Almosengebens, des Fastens und der Pilgerfahrt.
Naturwissenschaftliche und astronomische Leistungen der Araber stehen im engen Zusammenhang mit religiösen Pflichten. Gewohnheitsrechtliche Normen bilden eine wichtige
Quelle für religiöse und nicht-religiöse Feste in der arabisch-islamischen Welt. Christliche Traditionen fließen nicht nur über christliche Minderheiten in den
arabischen Ländern ein, sondern resultieren auch aus intensiveren, durch neue Medien vermittelten Kontakten zwischen Orient und Okzident.






Legende:

V: Vorlesung

S: Seminar

LÜ: Lektüreübung

Ü: Übung

KO: Kolloquium

BS: Blockseminar

letzte Änderung: 19.09.2017

Kontaktinformation

Centre for the Study of Religion
Schillerstraße 6
04109 Leipzig

Sprecher:
Prof. Dr. Christoph Kleine

E-Mail

Koordination und Information
Dr. Bernadett Bigalke

E-Mail