Veranstaltungen 2015

Veranstaltungen 2015

VORTRAG

Wendy Doniger
(University of Chicago)

 

Blasphemy, Materialism and Censorship in Ancient and Contemporary IndiaAncient Hinduism, more orthoprax than orthodox, had no concept of blasphemy until passionate and dogmatic strains of devotional Hinduism, or bhakti, developed after the 6th century CE. Under the British Raj, concepts of religious offense arose and were later appropriated by Hindu Nationalism. The result, in present-day India, has been an unprecedented form of censorship. A book that I published with Penguin India in 2010 was attacked by a right-wing group that wished to suppress it, with complex and still reverberating results. Donnerstag, den 10. Dezember 2015, 15:15 Uhr, Hörsaal 11, Campus Augustusplatz(Eine Veranstaltung des Instituts für Indologie und Zentralasienwissenschaften der Universität Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

Johannes Auenmüller
(Universität Münster)

"Gegossene Götter von der Qubbet el-Hawa"

Vortrag über die Objekte einer spätzeitlichen Gusswerkstatt im Spiegel aktueller Forschung anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung "Gegossene Götter" - Metallhandwerk und Massenproduktion im Alten Ägypten 

Donnerstag, den 10. Dezember 2015, 18.15 Uhr, Hörsaal 6, Universitätsstraße 7

(Eine Veranstaltung des Ägyptologischen Instututes der Universität Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

Patrick Krüger
(Center for the Study of Modern Jainism, Berlin)

 

Miniaturen mittelalterlicher Kalpasutra-Handschriften: Neue Erkenntnisse zur jinistischen Buchkunst und ihrer islamischen EinflüsseSeit dem 11. Jh. erlebte die Buchkunst in Gujarat und Rajasthan eine besondere Blüte, wobei vor allem Handschriften jinistischer Werke kopiert und mit Miniaturen illustriert wurden. Die westindischen Malschulen beriefen sich dabei sowohl auf einheimische Traditionen, stehen andererseits aber auch in besonderem Maße für den künstlerischen Austausch mit den benachbarten Regionen und verarbeiteten in hohem Maße Einflüsse aus der islamischen Welt. Im Rahmen des Vortrages werden neben einer kurzen Einführung in die jinistische Buchmalerei einige bislang unbekannte und unveröffentlichte Handschriften des 15. Und 16. Jh. vorgestellt und anhand ausgewählter Beispiele die Einflüsse diskutiert, welche zur Herausbildung des Malstils jener Zeit führten. Dienstag, den 08. Dezember 2015, 17:00 Uhr s.t., Schillerstraße 6, S 102(Eine Veranstaltung des Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften der Universität Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

Julia Heilen
(Universität Leipzig)

Pluralität und Heterogenität im Bereich des Islamischen Rechts

Das Islamische Recht erfährt in der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland in den letzten Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, bedingt durch medial in Krisenkontexten beleuchtete Zusammenhänge, fast ausnahmslos negative Zuschreibungen. Dies führt zu einer sehr undifferenzierten und verkürzten Wahrnehmung dieses äußerst komplexen und höchst interessanten Themenfeldes.
Oftmals wird dabei der Eindruck erweckt, die Scharia (aš-šarīca) wäre ein einheitliches, monolithisches Regelwerk, das in seiner Gesamtheit eingeführt werden könne bzw. abgeschafft werden müsse und das, wenn es denn vermeintlich eingeführt wurde, zwangsläufig in jedem solchen Staat identisch reproduzierbare Ergebnisse hervorbringen müsse.
Der Vortrag setzt sich zum Ziel, in der gebotenen Kürze, einige ausgewählte Aspekte der Vielgestaltigkeit im Bereich des Islamischen Rechtes hervorzuheben und somit die häufig nicht wahrgenommene Pluralität und Heterogenität des Gegenstandes in den Fokus zu rücken. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob man überhaupt von so etwas wie „dem“ Islamischen Recht sprechen sollte.

Mittwoch, den 2. Dezember 2012, 14:00 Uhr, Schillerstraße 6, Raum S 102

(Eine Veranstaltung des Vereins der Freunde und Förderer der Religionswissenschaft und des Religionswissenschaftlichen Instituts)

 

 

 

 

 

 

 

Podiumsdiskussion

Christoph Günther 
(Graduiertenkolleg Religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik, Universität Leipzig)

Claudia Dantschke 
(Hayat-Deutschland, Beratungsstelle Deradikalisierung, Berlin)

Der "Islamische Staat" - Attraktivität und Herausforderung

 

Die Anschläge des sogenannten "Islamischen Staates" auf die russische Passagiermaschine und zuletzt auf insgesamt acht Ziele in Paris beschäftigen derzeit wie kein anderes Thema die Weltöffentlichkeit. Doch wie kam es zu dem Entstehen dieses irakischen Zweiges von Al-Quaida? Welche politische und gesellschaftliche Ideologie verbirgt sich hinter dem IS? Was macht die islamistische Vereinigung so attraktiv für junge Deutsche? Und welche Bedrohungen müssen Europa bzw. Deutschland aktuell fürchten?

 

 

 

Der Leipziger Islamwissenschaftler Dr. Christoph Günther setzte sich im Rahmen seiner Dissertation intensiv mit der Entstehung der Organisation 2006 auseinander, analysierte seine Gründungspapiere und ideologischen Fundamente, sowie die Organisationsstruktur und seine Entwicklung bis heute.
Claudia Dantschke unterstützt als Mitarbeiterin von Hayat Deutschland Angehörige von jungen deutschen Dschihadisten, die planen, sich in Syrien oder dem Irak dem IS anzuschließen oder sich bereits im Ausland aufhalten. Sie hat sich insbesondere mit der Bedrohung des IS für Deutschland beschäftigt.

 

Eintritt: 4/3 Euro

Mittwoch, den 25. November 2015, 19.00 Uhr s.t., Grassi Museum, Vortragssaal

(Eine Veranstaltung des Grassi Museums für Völkerkunde zu Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

Mark Juergensmeyer
(University of California, Santa Barbara)

How will ISIS end?

And how did it begin? And what is life like in ISIS-occupied areas? Mark Juergensmeyer will give an illustrated report on answers that he has found to these questions in interviews conducted with Sunni Arabs in Iraq and with refugees from ISIS that he interviewed this summer in Kurdistan, Iraq, and Southeastern Turkey.
As part of the CAS Public Colloquium, Mark Juergensmeyer, founding director of the Orfalea Center for Global and International Studies (UC Santa Barbara, USA) and professor of sociology at the University of California, Santa Barbara (USA), will investigate the question how ISIS began and what life is like in ISIS-occupied areas. To find answer to these questions, he went to Kurdistan, Iraq and Southeastern Turkey this summer.

Biographical Note:
Mark Juergensmeyer is the founding director of the Orfalea Center for Global and International Studies (UC Santa Barbara, USA), professor of sociology, and affiliate professor of religious studies at the University of California, Santa Barbara. He is an expert on religious violence, conflict resolution, and South Asian religion and politics. He has received research fellowships from the Wilson Center in Washington DC, the Harry Frank Guggenheim Foundation, the US Institute of Peace, and the American Council of Learned Societies. He is the 2003 recipient of the prestigious Grawemeyer Award for contributions to the study of religion, and is the 2004 recipient of the Silver Award of the Queen Sofia Center for the Study of Violence in Spain. He received an Honorary Doctorate from Lehigh University (Pennsylvania, USA) in 2004 and a Distinguished Teaching Award from the University of California, Santa Barbara in 2006. Since the events of 11 September, he has been a frequent commentator in the news media.

Mittwoch, den 25 November 2015, 17:15 Uhr, Centre for Area Studies, Thomaskirchhof 20 

(Eine Veranstaltung des Centre for Area Studies)

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

Friederike Assandri

(Humboldt-Universität Berlin)

Frühmittelalterliche Jenseitsvorstellungen im Spiegel von Steininschriften aus der Zeit der Sechs Dynastien

Das frühe chinesische Mittelalter, ca 3.-7. Jhdt. u. Z. ist für die Religionsgeschichte Chinas von besonderem Interesse da sich in dieser Zeit der ursprünglich aus Indien stammende Buddhismus in China stark verbreitete und sich im Zuge dieser Verbreitung eine intensive Auseinandersetzung mit den chinesischen Traditionen ergab. Es entwickelten sich in jener Zeit zwei Formen der Steininschriften: Epitaphinschriften (muzhi) auf flachen Steinblöcken, die mit dem Toten begraben wurden und dessen Biographie zusammen mit den guten Wünschen für die Existenz nach dem Tode zum Inhalt haben, und Votivtexte, die an öffentlich aufgestellten Buddha oder Götterstatuen angebracht wurden, und die meist ebenso Wünsche für das Nachleben der Verstorbenen ausdrücken. Traditionell werden diese unterschiedlichen Schriften der konfuzianischen Tradition (Epitaph) und dem Buddhismus (ab dem 5 Jhd auch dem Daoismus) zugeordnet und separat studiert. Betrachtet man die Inschriften jedoch zusammen – was in Anbetracht der geographischen und chronologischen Gemeinsamkeiten der Entstehung sowie teilweise bestehenden visuellen Ähnlichkeiten durchaus zu rechtertigen ist – so zeigt sich die erstaunliche Vielfalt von Jenseitsvorstellungen jener Zeit, Vorstellungen, die die oft angenommenen Grenzen zwischen Konfuzianismus, Buddhismus und Daoismus mit ganz neuen Bildern und Ideen überschreiten.

 


Montag, den 23. November 2016, 18:00 Uhr, Konfuzius-Institut Leipzig, Otto-Schill-Str.1

(Eine Veranstaltung des Ostasiatischen Institutes der Universität Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

Matthias Schumann
(Universität Heidelberg & Goethe-Universität Frankfurt)

Ein chinesisches Rotes Kreuz? Die Rote Swastika-Gesellschaft im China der Republikzeit

Nach seiner Gründung in Genf im Jahre 1863 entstanden weltweit nicht nur zahlreiche nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, das Rote Kreuz diente auch als Vorbild für lokale humanitäre Organisationen in verschiedenen Ländern, die so inoffizieller Teil der Roten-Kreuz-Bewegung wurden. Solche Organisationen besaßen aufgrund ihrer Unabhängigkeit größeren Freiraum, um die humanitären Ideen und Praktiken des Roten Kreuzes an den lokalen Kontext anzupassen und vorhandene humanitäre und philanthropische Traditionen aufzugreifen und zu reformieren. Dieser Vortrag möchte diesen Aspekt der Geschichte des internationalen Humanitarismus am Beispiel der chinesischen Rote-Swastika-Gesellschaft näher beleuchten. Die Rote-Swastika-Gesellschaft adaptierte in den 1920er und -30er Jahren organisatorische und konzeptionelle Aspekte des Roten Kreuzes und verband diese mit lokalen religiösen und philanthropischen Praktiken und Ideen. Durch die Schaffung eines modernen chinesischen Humanitarismus fand sie weite Verbreitung innerhalb der chinesischen Gesellschaft, erlangte aber auch große nationale und internationale Bedeutung.

 Montag, den 16. November 2015, 18:00 Uhr in der Otto-Schill-Str. 1

(Eine Veranstaltung des Konfuzius-Instituts Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

VORTRÄGE

5. Steindorff-Tag anlässlich des 154. Geburtstages von Georg Steindorff
(Ägyptisches Museum der Universität Leipzig)


Dietrich Raue, Leipzig
Die nubischen Figurinen des 2. Jt. v. Chr. in der Leipziger Sammlung
14.15 Uhr

Karl-Uwe Heussner, DAI Berlin
Dendrochronologische Untersuchungen am Sarg des Hedbastiru
15.15 Uhr

Florence Barberio-Mauric, Basel/Paris
Dekorierte Wandfragmente aus dem Grab Sethos´I. im Tal der Könige
18.15 Uhr

Donnerstag, den 12. November 2015, Universitätsstraße, Hörsaal 8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

Volker Caumanns

(Universität Hamburg)

 

Die Einsetzung der „Herren der Lehre“ in Sa-skya: Symbolische Kommunikation in einem Ritual im Tibet des 16. und 17. JahrhundertsIm Mittelpunkt des Vortrags steht die Beschreibung und Analyse einer Einsetzungsfeier, so wie sie ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts im tibetischen Kloster Sa-skya – dem religiösen und administrativen Hauptsitz der adligen ’Khon-Famile – abgehalten wurde. Im Rahmen dieser Feier, die sich aus einer Reihe verschiedener Rituale und Zeremonien zusammensetzte, wurden die männlichen Nachkommen der ’Khon-Familie als Repräsentanten (rgyal tshab) des amtierenden Thronhalters von Sa-skya inthronisiert. Die Konzeption dieser Einsetzungsfeier geht auf sNgags-’chang Kun-dga’-rin-chen (1517-1584) zurück, der ab dem Jahr 1534 als dreiundzwanzigster Thronhalter von Sa-skya fungierte. Seine Amtszeit lässt sich als eine Phase charakterisieren, die geprägt ist von dem Versuch, die vergangene Größe Sa-skyas nach einer Zeit des Niedergangs wiederherzustellen. Augenfälligstes Merkmal dieser „Restauration“ waren die umfangreichen baulichen Instandsetzungsmaßnahmen, die Kun-dga’-rin-chen initiierte. Vieles deutet aber darauf hin, dass sich Kun-dga’-rin-chens „Wiederbelebungs-Projekt“ nicht auf die Renovierung verfallener Gebäude beschränkte, sondern letztendlich darauf angelegt war, den Herrschaftsanspruch der ’Khon-Familie auf verschiedenen Ebenen möglichst wirkungsmächtig zu inszenieren und dadurch auf Dauer zu stellen. Bei meiner Beschreibung und Analyse der Einsetzungsfeier sollen daher vor allem die diversen Formen symbolisch-rituellen Handelns in den Blick genommen werden, in denen sich die religiöse und politische Macht der ’Khon-Familie verkörperte. Dabei ist zu fragen, inwieweit das vielgestaltige zur-Darstellung-Bringen dieses Herrschaftsanspruches zu der (von Kun-dga’-rin-chen angestrebten) Stabilisierung der Institution Sa-skya beitrug.

 


Dienstag, den 03. November 2015, 17 Uhr, Schillerstraße 6, Raum S 102.

(Eine Veranstaltung des Instituts für Indologie und Zentralasienwissenschaften der Universität Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

Petra Klug
(Universität Bremen)

Is Love a Human Right? Moderne und postmoderne Perspektiven auf Islam und Geschlechterordnung


Die Geschlechterordnung in islamischen Gesellschaften oder Communities und deren Verhältnis zu Frauen- und Menschenrechten ist seit Jahren ein kontrovers diskutiertes Thema. In queeren und feministischen Debatten stoßen dabei zwei grundsätzlich verschiedene Perspektiven aufeinander: Die eine Seite universalisiert zwar gewissermaßen die Forderung nach Gleichberechtigung, indem auch queere Identitäten anerkannt werden. Sie verwehrt sich aber auf Grundlage der postkolonialen Kritik dagegen, die Forderungen nach Menschenrechten auch an “andere“ Kulturen zu stellen, denn dies würde westlich-moderne Maßstäbe auf andere übertragen. Die zweite Perspektive kritisiert gerade jene postmoderne Position, da sie durch die Relativierung der Menschenrechte dem religiösen Fundamentalismus in die Hände spiele und Gewalt gegen Frauen kulturell legitimiere. Letztlich würde die koloniale Aufteilung der Welt dadurch erhalten bleiben. Der Vortrag untersucht und diskutiert diese politisch und epistemologisch gegensätzlichen Positionen am Beispiel von Judith Butler und Haideh Moghissi.

Freitag, den 17. Juli, 19 Uhr s.t., Orientalisches Institut, Schillerstraße 6, S 202 (2. Etage, links)

(Eine Veranstaltung des Eurient e.V.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WORKSHOP

Jörg Deventer
(Simon Dubnow Institut Leipzig)

Early Modern Ashkenazi Record Keeping. Pinkassim as Historical Sources

The Pinkassim Project: Recovering the Records of European Jewry, in conjunction with the Simon Dubnow Institute for Jewish History and Culture at Leipzig University is pleased to announce the workshop »Early Modern Ashkenazi Record Keeping. Pinkassim as Historical Sources«. 
The Pinkassim Project aims at digitizing and making available the communal records of the Ashkenazi communities of Early Modern Europe. As part of our work, we want to discuss the historical, textual, and linguistic context of the Pinkassim with interested academics and students at all levels and from various disciplines. Talks will be devoted to the diffusion of Ashkenazi Pinkassim across Europe, to language and tradition of the record books as well as to Pinkassim as sources for collective history and individual memory. All talks will be given in English language.
 
Program:
 
10:30 h Welcome Remarks
Raphael Gross (Leipzig)
 
10:35 h Language and Tradition of Pinkassim
Chair: Jörg Deventer (Leipzig)
 
Israel Bartal (Jerusalem)
The Ashkenazi Pinkas: Language and History
 
Debra Kaplan (Ramat Gan)
Communal Decrees Versus Popular Practice: The Benefits and Challenge of Working with Pinkassim
 
12:00 h Lunch Break
 
13:30 h Collective History and Individual Memory
Chair: David Biale (Davis)
 
Gershon D. Hundert (Montreal)
From Account Book to Memoir: A Private Pinkas?
 
Elisheva Carlebach (New York)
Hidden Treasures in Pinkassim from Early Modern Ashkenaz
 
15:00 h Coffee Break
 
15:15 h Ashkenazi Pinkassim across Europe
Chair: Frauke von Rohden (Leipzig)
 
Stefan Litt (Jerusalem)
Tendencies and Patterns in Keeping Central and Western European Ashkenazi Pinkassim, 16th–18th Centuries
 
Adam Teller (Providence)
The Eastern European Community Pinkas: Form and Function
 
16:45 h Coffee Break
 
17:15 h Concluding Remarks and Discussion
Israel Bartal and Elisheva Carlebach
 
For registration please write to Sabrina Walter by 8 July 2015 (email: pinkassim@dubnow.de).

Dienstag, den 14. Juli 2015, 10 Uhr s.t. - 18 Uhr, Simon Dubnow Institut Leipzig, Goldschmidtstrasse 28.

(Eine Veranstaltung des Simon Dubnow Institutes Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

Silke Gülker
(Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung)

On Belief and Knowledge in Stem Cell Research. Two Case Studies from Germany and the USA

Dienstag, den 14. Juli 2015, 17:30 Uhr, Schillerstraße 6, 1. OG, Raum M 104.

(Eine Veranstaltung der Klasse religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik der Research Academy Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

TAGUNG

Prof. Dr. Christoph Türcke
(Hochschule für Grafik und Buchkunst)

PD Dr. Oliver Decker
(Universität Leipzig)

Kritische Theorie – Psychoanalytische Praxis: Ritual

 

Rituale sind geronnene Wiederholungen. Zunächst einmal bieten sie Schutz und Sicherheit. Freud erkannte im frühkindlichen „Fort-Da“-Spiel die rituelle Repräsentation der abwesenden Mutter. Rituale zwängen aber auch ein. Eine durchritualisierte Welt ist eine unfreie Welt. Nicht von ungefähr galten Rituale lange Zeit als Inbegriffe des Konservativen, Starren, Förmlichen. Im Zeitalter der Deregulierung, der Hyperaktivität und des Aufmerksamkeitsdefizits wird ihre Halt gebende und strukturierende Seite wiederentdeckt. Mutieren Rituale zu Widerstandsnestern gegen die allgemeine Flüchtigkeit? Können sie als Angelpunkte des Innehaltens und Wegbahner unbeirrten Denkens eine neue kritische Potenz bekommen? Die Tagung hat die Reflexion der Rituale zum Ziel – durch eine kritische Theorie der Gesellschaft und die psychoanalytische Erfahrung.

 

 

 

Freitag, den 30. Oktober bis Sonntag, den 01. November 2015, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Wächterstraße 11.(Eine Veranstaltung der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und der Hochschule für Grafik und Buchkunst) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

Tatjana Oranskaia
(Universität Hamburg)

Vergiftet und vergöttlicht: Der Kult um Hardaul von Orchha

Hardaul ist die populärste lokale Gottheit Bundelkhands, einer Kulturregion Nordindiens. Er wird als Beschützer und Patron unverheirateter junger Frauen und Bräute verehrt, er sorgt auch für ein glückliches Eheleben. Gleichzeitig ist Hardaul (1608-1631) eine historische Figur aus dem Geschlecht der Radschas von Orchha. Nach seinem Märtyrertod wurde er deifiziert. Das mit dem Kult um Hardaul zusammenhängende Narrativ fällt in zwei Teile: Der erste erzählt von seinem irdischen Leben, der zweite, der die mythische Ursache der Vergöttlichung Hardauls schildert, handelt von seiner Wirkung nach seinem Tode. Im Vortrag wird ein Versuch unternommen, anhand von verschiedenen Formen (schriftlichen, mündlichen und audiovisuellen) des Narrativs die Hauptzüge der Gestalt Hardauls und die Gründe seiner Vergöttlichung zu analysieren sowie seinen Werdegang als Gottheit zu verfolgen.

 

 

 

 

 

 

 

TAGUNG

Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung Halle

Religious and Cultural Diversity in Four National Contexts


Anmeldung via email an: aklein@eth.mpg.de bis 22. Juni 2015

26.-27. Juni 2015, Main Seminar Room, Max Planck Institute for Social Anthropology, Advokatenweg 36, 06114 Halle.
 

(Eine Veranstaltung der Abteilung ‚Recht & Ethnologie‘ des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung Halle)
 

 

 

 

 

 

 

 

PODIUMSDISKUSSION

Heidentum als erste Weltreligion?

 

Mit seinem Buch „Sterbendes Heidentum. Die Rekonstruktion der ersten Weltreligion“ (Eudora-Verlag Leipzig 2013) hat der Ethnologe Bernhard Streck den Versuch vorgelegt, aus drei Jahrhunderten religionsethnologischer, mythologischer und altertumskundlicher Forschungen eine Quintessenz zu gewinnen. Seine Rekonstruktion des Heidentums stellt Erscheinungen oder Kraftquellen in den Mittelpunkt, die in allen Kulturen und Gesellschaften Gewicht haben, aber nicht von ihnen kontrolliert werden können. Dazu gehören Phänomene, die die moderne Gesellschaft der „Natur“ zuordnet, wie etwa die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde, ebenso wie Sexualität, Traum oder Zeit. Gemeinsam ist diesen Erscheinungen die Unverfügbarkeit: es sind nicht kontrollierbare Wirkkräfte in der Natur, aber auch in der eigenen Gesellschaft, im Nebenmenschen und in einem selbst. Religion sei ein Vergesellschaftungsprozess, dem ein Ausnahmezustand unterzogen werde.

 


Referenten:

Prof. em. Bernhard Streck (Institut für Ethnologie der Universität Leipzig)

Prof. Dr. Elmar Schenkel (Institut für Anglistik der Universität Leipzig)

Prof. Dr. Hans Volker Werthmann, Psychoanalytiker

Moderation: Prof. Dr. Adam Jones (Institut für Afrikanistik der Universität Leipzig)

Dienstag, den 23. Juni 2015, 18 Uhr s.t., Schillerstraße 6, 1. OG, Raum M 104.

(Eine Veranstaltung der Klasse "Religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik" des Graduiertenzentrums Geistes- und Sozialwissenschaften)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

 

Paul R. Katz

 

(Academia Sinica, Institute of Modern History)

An Unbreakable Thread? Preliminary Observations on Cross-Strait Religious Interaction during the Modern Era

Taiwan Lecture on Chinese Studies

This lecture examines the synergy between religious traditions in China and Taiwan during the Japanese colonial and Postwar eras. In contrast to much conventional wisdom about Japanese rule, which assumes that religious ties between China and Taiwan were severely disrupted, I attempt to show that extensive contacts took place between specialists and worshippers on both sides of the Taiwan Strait. for the Postwar era, I explore the complex factors that have shaped Cross-Strait religious interaction since the late 1980s, especially in terms of pilgrimages and Buddhist organizations. Based on a broad-based approach designed to stimulate new research (as opposed to the in-depth investigation of a single case study), this paper covers a wide range of religious phenomena. Apart from the ways in which Cross-Strait links shaped the development of organized religious movements such as Buddhism and Daoism, I also consider their impact on communal religious traditions as seen in pilgrimage networks for popular deities like Mazu 媽祖, the Great Emperor who Protects Life (Baosheng dadi 保生大帝), and the Royal Lords (wangye 王爺). Another key topic involves the interaction between Chinese and Taiwanese sectarian traditions, both in terms of religious leaders and scriptures such as morality books (shanshu 善書). Taiwan’s place in the transnational religious networks encompassing both sides of the Taiwan Strait, including those involving philanthropy, education, and mass media, will also be considered.

Montag, den 22. Juni 2015, 15 Uhr s.t., Bibliotheca Albertina, Vortragsraum, Beethovenstr. 6.

(Eine Veranstaltung des Ostasiatischen Institutes der Universität Leipzig und der Universitätsbibliothek Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VORTRAG

 

Adam Chau
(University of Cambridge)

Household Sovereignty Usurped

Key item is the idea of 'hosting' in Chinese religious and political life. The talk examines the curious case of an offering ritual sponsored by the Kangxi Emperor for the deceased mother of his favourite minister Xiong Cilü. The  whole ritual was recorded in the form of two long scrolls supplemented by a text by the painter. The presence of the emperor (though in absentia) completely disturbed the spatial arrangement of the offering  ritual and powerfully demonstrated how the emperor could usurp the filial son's household sovereignty.

Montag, den 22. Juni 2015, 18 Uhr s.t., Konfuzius-Institut, Otto-Schill-Str. 1.

(Eine Veranstaltung des Konfuzius-Instituts Leipzig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ÖFFENTLICHES KOLLOQUIUM

Dragan Sljivic
(Universität Jena)

 

Demokratie und Orthodoxie in Bulgarien und SerbienDienstag, den 09. Juni 2015, 17:15 Uhr, Geisteswissenschaftliches Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstraße 15, Raum 3.215(Eine Veranstaltung der Abteilung Ost– und Südosteuropäische Geschichte des Historischen Seminars der Universität Leipzig) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PODIUMSDISKUSSION

im Rahmen der Tagung "Die Geschichte des Christentums in theologischer und religionswissenschaftlicher Perspektive"
(Herausgeber der Reihe "Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte (AKThG)

Zwischen Himmel und Erde? Theologie und Religionswissenschaft

Referent(inn)en: 

Prof. Dr. Christoph Kleine (Religionswissenschaftliches Institut der Universität Leipzig)

Prof Dr. Michael Meyer-Blanck (Theologische Fakultät der Universität Bonn)

Moderation: Heike Schmoll (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Freitag, den 12. Juni 2015, 19:30 Uhr, Alter Senatssaal der Universität Leipzig, Ritterstraße 26

(Eine Veranstaltung der Herausgeber der Reihe "Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte (AKThG)

letzte Änderung: 19.09.2017

Kontaktinformation

Centre for the Study of Religion
Schillerstraße 6
04109 Leipzig

Sprecher:
Prof. Dr. Christoph Kleine

E-Mail

Koordination und Information
Dr. Bernadett Bigalke

E-Mail